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Werke von Mozart, Bach und Beethoven in St. Cosmas und St. Damian

"Klassik aus Holland" bringt Violinsonaten zur Aufführung

Petzen (bus). Die Freunde der in der Petzer Kirche St. Cosmas und St. Damian organisierten "Klassik aus Holland"-Konzerte dürfen sich auf eine Fortsetzung der Reihe freuen. Am Donnerstag, 21. September, werden der Geiger Hans Rijkmans und der Pianist Jan Jansen zu einem Gastspiel in Petzen erwartet. Auf dem Programm stehen Violinsonaten von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven. Mozart ist unter anderem mit der späten B-Dur Sonate KV 454 vertreten, von Beethoven gibt's die beliebte "Frühlingssonate".

veröffentlicht am 23.08.2006 um 00:00 Uhr

Hans Rijkmans ist Konzertmeister der Projektorchesters Utrecht.

Rijkmans studierte Geige am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam. Er spielte bei den Amsterdamer Bachsolisten, ist Konzertmeister des Projektorchesters Utrecht und auf verschiedenen Gebieten der Kammermusik tätig. Seine musikalischen Aktionen führten ihn bis nach Japan und in die Mongolei. Jansen absolvierte die Musikschule Utrecht, wo er Orgel, Klavier und Cembalo studierte. Seit 1987 ist er Organist an der Domkirche zu Utrecht. Jansen spielte zahlreiche Tonträger mit Werken von Bach und Felix Mendelssohn-Bartholdy ein. Karten: Das Konzert beginnt um 19 Uhr. Eintrittskarten sind an der Abendkasse und im Pfarramt Petzen, (0 57 22) 44 65, erhältlich. Beethoven schrieb insgesamt zehn Violinensonaten, von denen die letzten, in den Jahren 1801 bis 1803 geschriebenen Werke, den ursprünglich dieser Kammermusikgattung eigenen intimen Tonfall verlassen und eher für den Konzertsaal berechnete Wirkungen entfalten. In diesen späten Violinensonaten Beethovens, zu denen auch die "Frühlingssonate" zählt, gewinnt die Tonsprache gelegentlich dramatische Intensität, der Klang wird prächtig und füllig, der Ausdruck steigert sich oft pathetisch. Die Frühlingssonate verdankt einen ihre Beliebtheit der schwelgerischen Melodik, dem pathetischen Schwung und der bisweilen hymnisch sich steigernden Lyrik der Stimmungsbilder des ersten Satzes. Es finden sich fallende und aufsteigende Kräfte, die sich aber nicht bekämpfen, sondern einander im Sinne einer natürlich strömenden Atmung bedingen. Die Tonsprache zeigt eine Vorliebe für die große Geste. Das äußert sich in fülliger Akkordik, rauschenden Figuren, affektbetonter Dynamik, in grell gegeneinander gestellten Klangflächen, in Oktavverdopplung und in der häufigen Verwendung von Vorhalten auf betonten Taktteilen. Die späten Sonaten stellen den Höhepunkt in Beethovens Violinensonatenkompositionen dar, sowohl in der Prägnanz wie in der Verarbeitung der Themen und der Ausgewogenheit der Gestaltung. Das Adagio molto expressive wird von einem schlichten Thema geprägt, alternierend von Klavier und Violine vorgetragen. Im Überleitungsteil folgt eine mit Arabesken ausgezierte Wiederholung. Der Lyrik dieses Adagios stellt das Scherzo ein unbeschwertes Spiel leichter Rhythmen gegenüber. Die Wirkung seines einfachen Themas beruht vor allem auf den witzigen Vorhalten und der nachklappenden Violinstimme.

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