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Grundschüler aus Evesen besuchen den Bergbad-Hochbehälter der Stadtwerke Schaumburg-Lippe

Klasse 3 kann kein Wässerchen mehr trüben

Bückeburg (mig). Es tropft und plätschert, rauscht, rieselt, fließt und sprudelt: Im historischen Hochbehälter am Bergbad ist Wasser in all seinen nassen Formen zu besichtigen. Mit großen Augen stehen einige Drittklässler der Grundschule Evesen vor dem Durchlass, der den Blick in die mächtigen Sandsteinkavernen öffnet.

veröffentlicht am 05.10.2006 um 00:00 Uhr

Die Klasse 3 der Grundschule Evesen besucht den Hochbehälter geg

"Man sieht ja gar nicht, wo das aufhört", meint eines der Kinder tief erstaunt. Tatsächlich: Die riesigen Wasserdepots erweitern sich nach hinten, können insgesamt 500 000 Liter Wasser aufnehmen. Wirklich deutlich wird den Grundschülern das ungeheure Fassungsvermögen aber erst, als sie das breite Zuleitungsrohr sehen. "Ich musste das zudrehen, sonst würden wir hier kein Wort verstehen", macht Wassermeister Dietmar Steinmeyer deutlich. Als die Kinder wieder bei ihren draußen wartenden Klassenkameraden stehen, sind sie erst einmal sprachlos. "Ich habe mir das ganz anders vorgestellt", meint Michelle Köhler dann und deutet auf ihre Zeichnung. Dort sieht man einen aus der Erde herausschießenden Strahl, der Hochbehälter ähnelt stark einem ausbrechenden Vulkan. Angefertigt haben die Kinder diese Skizzen während der Schulstunden, "Wasser" ist derzeit Unterrichtsthema an der Grundschule. "Deshalb haben wir uns gedacht, es sei eine gute Idee, mit den Kindern hierher zu kommen", erklären Klassenlehrerin Maren Crämer und Lehramtsanwärterin Christiane Peters den Grund des Besuchs. Um die kleine Exkursion vorzubereiten, wurden Fragen ausgearbeitet und praktische Erfahrungen gesammelt. In kleinen Versuchen reinigten die Schüler beispielsweise verschmutztes Wasser durch Sandschichten hindurch. Für diese vorbildliche Auseinandersetzung mit dem Thema gab es ein großes Lob von Michael Sokoll, dem Bereichsleiter Netz der Stadtwerke Schaumburg-Lippe GmbH. Sokoll vermittelte den Schülern in einer kurzen Einführung die Geschichte des 1895 gebauten und inzwischen denkmalgeschützten Behälters. Zusammen mit seinen Kollegen beantwortete er auch viele der Schüler-Fragen. "Gibt es im Behälter Fische?", wollte ein Schüler wissen. Kommunikationsberaterin Maren Hue: "Wenn bei euch in der Toilette ein Fisch schwimmt, dann kann was nicht stimmen, dann ist das eine Sensation." Um den Kindern zu zeigen, wie sauber das Weserwasser ist, wurde es anschließend verkostet. Statt Mineral-Sprudel erwartete die Kinder allerdings eine kleine Enttäuschung: "Das schmeckt ja nach nichts", maulten manche. Aber auch da wusste Hue Rat: Leitungswasser kann durch Sodastream und Konzentrat veredelt werden.

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