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Caravanplatz und Mini-Baugebiet in Bad Eilsen gehen in Planungsphase

Klares Heeßener "Ja" zu den Plänen der Nachbargemeinde

Heeßen (tw). Einmütig hat der Gemeinderat Heeßen unter Vorsitz von Bürgermeister Wilhelm Brümmel (CDU) während seiner jüngsten Zusammenkunft "Im Wiesengrund" seinen Teil dazu beigetragen, dass Bad Eilsen das Projekt "Caravanplatz" mit seinen 35 Stellplätzen verwirklichen kann. Konkret: Die Politiker haben das Aufstellen des von Thomas Zerner (I-LEX, Bückeburg) entworfenen B-Plans Nr. 16 "Remisengelände" beschlossen.

veröffentlicht am 03.10.2006 um 00:00 Uhr

Hintergrund: Bad Eilsen ist seit dem Kauf des Remisen- und Gärtnereigeländes von der früheren LVA zwar Eigentümer der Gesamtfläche, kann seine Caravan-Pläne ohne das O.K. der Nachbargemeinde aber nicht im Alleingang verwirklichen; denn ein Großteil des Areals (ab dem verrohrten Bachlauf) ist Heeßer Territorium. Der große Nachbar indes hat es den Heeßern denkbar leicht gemacht. "Bad Eilsen", so Gemeindedirektor Heinz Wischnat, "übernimmt die kompletten Kosten der Bauleitplanung für Heeßen mit". Mit dem jüngsten Votum kann das - förmliche - Verfahren nunmehr seinen Gang nehmen. Der Ablauf: frühzeitige Beteiligung der Bürger, Beteiligung der Behörden, Auslegung und, und, und ... Die Entscheidung fiel dem Rat Heeßen um so leichter, da die Gemeinde Bad Eilsen ihm verbrieft hat, dass die Zuwegung für den Caravanplatz allein über die auf dem Territorium des Kurorts verlaufende Bahnhofstraße erfolgen soll. Wischnat auf die Frage von Gerhard Möhlmann (SPD), von wo aus die Zuwegung zu den im B-Plan gleichfalls enthaltenen Wohnbaugrundstücken geplant ist: "Von der Wiesenstraße aus." Allerdings bleibe abzuwarten, was die benachbarte Bückeberg-Klinik dazu sage. Besagtes (Mini-)Wohnbaugebiet, das eine Größe von rund 2500 Quadratmetern haben soll, ist derzeit als Grünfläche respektive Parkplatz ausgewiesen; das Areal werde von der Klinik bislang aber nicht als solcher genutzt. Sage sie Nein zu dem Vorhaben, werde dieser Teilbereich aufgehoben - "und es bleibt dort alles so, wie es ist", sagt der Gemeindedirektor. Möhlmann: "Heißt das, dass die Wiesenstraße ihren Status als Spielstraße verlieren wird?" - "Nein", entgegnet Wischnat. Jede Spielstraße verkrafte den Zugang auch zu Privatgrundstücken. Konkret bietet das - künftige - Wohnbaugebiet Platz für drei bis vier Wohnhäuser, die dann von der Wiesenstraße aus erschlossen würden. Weitere Details zum Wohngebiet, wie sie der Entwurf des B-Plans vorsieht: Erlaubt sind dort nur Dächer mit einer Neigung zwischen 22 und 38 Grad. Ziegel dürfen die Farben rot-rotbraun und braun-dunkelbraun haben; Ausnahmen sind zulässig, wenn Solarkollektoren aufgebracht werden. Kommt hinzu: Pro "angefasster" 400 Quadratmeter Grundstücksfläche muss ein Laubbaum gepflanzt werden.

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