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Vorwurf: Burdorf hätte informiert sein müssen

Klare: Alle Schulen gleich behandeln

Landkreis (jl). Auf politischer Werbetour für das Modell der offenen Ganztagsschule ist gestern Karl-Heinz Klare, der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, in Stadthagen gewesen. Die Vorzüge dieses Modells aus deren Sicht haben Klare und führende Leute der Schaumburger CDU in einem Pressegespräch sowie bei einem Termin mit Elternvertretern der drei designierten neuen IGS-Standorte angepriesen.

veröffentlicht am 18.12.2008 um 00:00 Uhr

Karl-Heinz Klare

Gunter Feuerbach, der Sprecher der CDU im Kreistag, machte deutlich, um welche Frage es bei den Gesprächen mit den Schulvertretern gehen würde: "Welcher Rahmen ist zum 1. August 2009 möglich?" Dazu ließ Klare keinen Zweifel aufkommen, dass es an den drei Standorten Rodenberg, Helpsen und Obernkirchen lediglich ein freiwilliges Nachmittagsangebot geben wird -ein Angebot, das es laut Feuerbach an allen drei Standorten schon jetzt gibt. Wenn die Schulzentren zu IGS umfirmieren, "wird das jetzige Ganztagsangebot eingerechnet", erklärte Klare. So würden etwa den 5. Klassen für die Nachmittage 2,5 Lehrerstunden zur Verfügung stehen. Das seien bei einer Fünfzügigkeit 12,5 Stunden pro Woche. Sei die Lehrerausstattung an einem Schulzentrum für nachmittags jetzt schon besser, bleibe das "die bessere Lösung". Möglich sei es aber, Lehrerstunden zu "kapitalisieren". Die Schulen könnten für einen Teil des Stundendeputats "weitere attraktive Angebote einkaufen". Das Kultusministerium überweise pro nicht in Anspruch genommener Lehrerstunde 1684 Euro pro Jahr. Der Schulexperte machte deutlich, dass es bei IGS-Neugründungen von Anfang an nur um offene Ganztagsschulen gegangen sei. Das stehe im Schulgesetz, und das habe auch den Abgeordneten aus Schaumburg, Bartling und Helmhold, klar sein müssen. Der CDU-Politiker wurde auch deutlich in Richtung Kreisverwaltung: "Die Dezernentin (gemeint ist Eva Burdorf) hätte wissen müssen, dass es keine Pflichtstunden an Nachmittagen mehr gibt." Der CDU-Politiker verwies auf eine Informationsveranstaltung des Ministeriums -"ganz in der Nähe", in der dies erläutert worden sei. Jedenfalls sei sonst überall im Land klar, dass es nur noch Gesamtschulen mit offenem Ganztagsbetrieb geben wird. Alle Schulen würden gleich behandelt.



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