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Neuhäuser lädt zu "ergebnisoffener Kommunikation" - aber: Offizieller Unterstützer von Lemmermann

Klare Absage: Buchholz wehrt WGS-Avancen ab

Rinteln (ur). Überrascht sah sich Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz in der vergangenen Woche durch ein Schreiben, das Gert Armin Neuhäuser von der WGS auf den Weg gebracht hatte und in dem dieser seinen früheren Parteifreund und seit Jahren erklärten Gegner als "lieben Karl-Heinz" ansprach und ihn zu einem Gespräch einlud: "Die WGS in Rinteln möchte mit den beiden Kandidaten für das Amt eines hauptamtlichen Bürgermeisters der Stadt Rinteln jeweils ein Gespräch führen, um deren Ideen und Vorstellungen für Rinteln kennen zu lernen." Dabei wolle man Übereinstimmungen und Gegensätze ausloten und sogar "Perspektiven einer künftigen, vielleicht ja auch gemeinsamen Ratsarbeit entwickeln". Dann heißt es auch noch verheißungsvoll: "Die WGS hält eine solche nach allen Seiten offene Kommunikation auch für eine Möglichkeit, ihren Mitgliedern die Wahlentscheidung zu erleichtern."

veröffentlicht am 18.08.2006 um 00:00 Uhr

An diese Ergebnisoffenheit möchte Buchholz indessen nicht glauben, und in die "offene Kommunikation" setzt er ebenso wenig Erwartungen wie in die von Neuhäuser ins Spiel gebrachte "Perspektive einer vielleicht auch gemeinsamen Ratsarbeit". Immerhin hat der Amtsinhaber inzwischen von Teilnehmern der Mitgliederversammlung derWGS vom vergangenen Montag erfahren, dass sich dort bereits CDU-Kandidat Dr. Marc Lemmermann vorstellte und von Neuhäuser als designierter Partner ins Spiel gebracht worden sei: "Man kann ja versuchen, mich durch den Kakao zu ziehen - aber ich muss davon nicht auch noch trinken!" Und so formulierte Buchholz inzwischen ein Absageschreiben - nicht im vertraulichen "Gert Armin"-Kumpelton, sondern in nüchterner Sachlichkeit an den sehr geehrten Herrn Neuhäuser. Darin heißt es unmissverständlich: "Für das von Ihnen angeregte Gespräch stehe ich nicht zur Verfügung." Er vermöge vor dem Hintergrund des bisher von Neuhäuser und seinem neuen Fraktionsvorsitzenden Heinrich Sasse ihm gegenüber gezeigten Verhaltens das Bekenntnis zu einer nach allen Seiten offenen Kommunikation nicht nachzuvollziehen, zumal der Einlader sich bereits als offizieller Unterstützer seines Mitbewerbers positioniert habe. Alternativ lade er zur Teilnahme an der Podiumsdiskussion am 31. August im Ratskeller ein, sagte Buchholz an die Adresse der WGS-Anhänger, "soweit von Seiten der Mitglieder der WGS Interesse an meinen Vorstellungen zur Zukunft unserer Stadt bestehen sollte".

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