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Stadthäger Abwasserbetriebe planen im Jahr 2007 mit Investitionen in Höhe von 1,3 Millionen Euro

Kläranlage soll mit Gas Strom produzieren

Stadthagen (mw/ssr). Wird in Stadthagens Kläranlage zukünftig Strom produziert - umweltschonend, versteht sich? An der möglichen Umsetzung dieser Idee, den Rohstoff Klärgas nicht weiter großenteils abzufackeln, beginnen die städtischen Abwasserbetriebe zu arbeiten.

veröffentlicht am 21.02.2007 um 00:00 Uhr

Auf der jüngsten Sitzung des Werksausschusses nahm Klaus Büsking, stellvertretender Leiter der Abwasserbetriebe, Bezug auf entsprechende Pläne in Rinteln. Auf dem Gelände der dortigen Kläranlage sei der Neubau eines mit Klärgas betriebenen Blockheizkraftwerks geplant, mit dem Strom erzeugt werden soll. Dieser soll ins Netz der Stadtwerke eingespeist werden sowie den Faulturm und das Sozialgebäude der Kläranlage beheizen. Büsking stellte die These auf, dass das, was in Rinteln möglich sei, möglichst auch in Stadthagen laufen solle. Er sehe dies als Vision für die nächsten Jahre. "Jeder dritte Landwirt baut sich schon eine Biogasanlage und produziert damit Strom", so Büsking. Um dieses Thema weiter voranzutreiben, seien zunächst aber entsprechende Recherchen und Gespräche erforderlich. Diese Idee soll angegangen werden, sei allerdings im aktuellen Investitionsplan der Abwasserbetriebe für 2007 noch nicht enthalten. Büsking wies außerdem darauf hin, dass das Gas der Stadthäger Kläranlage teilweise bereits verwendet wird, um den Faulturm zu beheizen. Ein Teil des Gases werde allerdings schlichtweg abgefackelt. Gunter Feuerbach (CDU), Vorsitzender des Werksausschusses, wertete die Vision als sehr interessant. Es solle sehr ernsthaft untersucht werden, inwieweit solch ein Projekt Vorteile mit sich bringt, forderte der Fraktionschef. Verabschiedet wurde im Ausschuss der Wirtschaftsplan 2007: Der Erfolgsplan rechnet mit Erträgen in Höhe von 3,4 Millionen Euro sowie Aufwendungen in Höhe von 3,5 Millionen Euro. Die sich hieraus errechnende Unterdeckung in Höhe von rund 100 000 Euro muss mit der nächsten Gebührenkalkulation (voraussichtlich für die Jahre 2008 bis 2010) abgedeckt werden. Abwassergebühren: Im Jahr 2007 bleiben die Abwassergebühren aber erst einmal stabil: Für Schmutzwasser sind das derzeit 2,51 Euro pro Kubikmeter und für Niederschlagswasser 0,31 Cent pro Quadratmeter befestigter Grundstücksfläche. Investitionen: Im Jahr 2007 werden die Abwasserbetriebe rund 1,5 Millionen Euro investieren. Dafür sind Kredite in Höhe von 600 000 Euro veranschlagt. Die Schwerpunkte: Erschließung des Baugebiets "Am Jägerhof" (300 000 Euro), Bau des Mischwasserkanals "Am Stadtwall" (250 000 Euro), Erschließung des Baugebiets "Kloppenburg", in Probsthagen (175 000 Euro), Kanalsanierung der Straße Auf der Höhe in der Oststadt (170 000 Euro), Erschließung des Baugebietes "Helsengrundbach" in Wendthagen (80 000 Euro) sowie diverse Grundstücksanschlüsse (325 000 Euro) und akut anfallende Sanierungsmaßnahmen (80 000 Euro).



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