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Karl-Heinz Rosenfeld: Eg Witts "Wehende Röcke " an besserer Stelle platzieren, stattdessen Kirschbaum in den Kreisel

Kirsche statt Kunst - klasse Kreisel, Herr Kultursenator !

Bückeburg. In der Diskussion um die künftige Gestaltung des Kreisels an der Scheier Straße hat sich jetzt auch "Kultursenator" Karl-Heinz Rosenfeld zu Wort gemeldet. Sein Vorschlag: Das Eg-Witt-Kunstwerk an einer besseren Stelle in der Stadt platzieren, wo es der Betrachter in Ruhe genießen kann. Stattdessen schlägt der langjährige CDU-Ratsherr und ehemalige Vorsitzende des Kulturausschusses vor, den Kreisverkehr mit einem Kirschbaum zu bepflanzen.

veröffentlicht am 04.04.2007 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:48 Uhr

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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite

Wie Karl-Heinz Rosenfeld argumentiert, sollte man sich bei der Betrachtung von Kunst immer Zeit nehmen, so wie sich der Künstler Zeit für die Gestaltung des Kunstwerks nimmt. Er könne sich vorstellen, dass Eg Witt nicht nur einer Idee gefolgt sei: "Die Arbeit ist interessant und voller künstlerischer Anstöße, ein Kunstwerk also, das Beachtung verdient." Nur: Der Kreisel sei dafür nicht der richtige Platz. Denn, fragt Rosenfeld: Welcher Autofahrer könne beim Befahren des Kreisels genügend Ruhe finden, das Kunstwerk zu bewundern und zu erleben? Müsste er halt mehrmals rum und in Ruhe kreiselnd die Kunst genießen ... Die Stadt jedenfalls, meint Rosenfeld, sollteüberlegen, einen anderen, noch besseren Platz für moderne Kunst zu finden. Rosenfeld: "Das wäre für Bückeburg eine weitere kulturelle Bereicherung." Vielleicht über dem Marktbrunnen? Auch nur so eine Idee ... Statt der wehenden Röcke schlägt Rosenfeld vor, einen Kirschbaum mitten im Kreisel zu pflanzen, um den Bezug zum direkt am Kreisel liegenden Seniorenwohnheim "Kirschgarten" herzustellen. Im Monat Mai würde er die Autofahrer mit seiner Blütenpracht verzaubern, und zu Weihnachten könnte in den Baum eine stimmungsvolle Beleuchtung gehängt werden. Glühkirschen,wie hübsch ... frei nach Lothar "Emma" Emmerichs Motto: "Gib mich die Kirsche!" Weitere Argumente führt Nicht-Kicker Rosenfeld nicht an. Aber: Die Senioren der Wohnanlage könnten den Baum - wenn er erstmal größer ist - für ihre Gymnastikstunden nutzen - etwa zum Kirschen pflücken. Mit anschließendem Kirschkuchenbacken und -essen. Dann bräuchten auch nicht immer irgendwelche Parteigängermit ihrem Zuckerkuchen auf Besuch vorbeikommen. Und alles wäre viel leckerer. Außerdem könnten auch Kinder zu ihrem Recht kommen, vergisst der Kultursenator ein weiteres Argument. Zum Beispiel, in dem die Stadt einen Kirschkern-Weitspuckwettbewerb veranstaltet. Oder Zielspucken: Wer trifft den Stamm - oder den, der sich als Zielobjekt zur Verfügung stellt - am besten? Auf eine ebenso naheliegende wie geniale Idee ist der Kultursenator gar nicht erst gekommen. Gleich angrenzend am Kreisel gibt es auch eine Pizzeria und einen Fleischer. Wie wäre es mit einem Pizza- oder Würstchenbaum? Das wäre wahre Kunst, die keine Stadt zu bieten hat ...



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