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Doppeljubiläum in Krankenhagen / Konzert auf dem Rintelner Marktplatz

Kirchengemeinde und Bläser feiern: "Hand in Hand" durch 50 Jahre

Krankenhagen/Rinteln (who). Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Krankenhagen hat am Wochenende zwei Tage lang Geburtstag gefeiert. Sogar ein doppeltes Jubiläum, denn sowohl die Gemeinde als auch der Posaunenchor sind 50 Jahre alt ge worden.

veröffentlicht am 16.06.2008 um 00:00 Uhr

Der Posaunenchor Krankenhagen spielte am Sonnabendvormittag beim

Im aktuellen Gemeindebrief sind die Gründe und die Stationen aufgeführt, die zur Gemeindegründung und zum Bau der Erlöserkirche mitten in Krankenhagen geführt haben. Die große Zahl von Heimatvertriebenen, die es durch den Zweiten Weltkrieg nach Krankenhagen verschlagen hatte, war der Auslöser dafür gewesen, das Kirchspiel Extenin zwei Seelsorgebezirke zu teilen. Dadurch kam der Prozess in Gang, der zunächst auf Verlangen des Landeskirchenamtes Hannover zum Bau einer eigenen Kirche führte, nachdem sich 1958 dafür ein Kirchbauverein gegründet hatte. Damit konnte die Gemeinde am 1. Juli 1960 die Selbstständigkeit erlangen und feierte am 4. Advent des selben Jahres die Einweihung ihrer Erlöserkirche. Mit Pastor Helmut Syska als Nachfolger von Pastor Rudolf Bodag (1960 bis 1976) hat die Gemeinde erst ihren zweiten Seelsorger. Nicht zuletzt seiner bodenständigen Art und seinen vielfältigen gewachsenen Beziehungen zur Dorfgemeinschaft ist es zuzuschreiben, dass die Kirchengemeinde vielfach mit dem Leben im Ort verzahnt oder verbunden ist. Deshalb sind die Jubiläumsfeiern gewissermaßen als Dorfgemeinschaftsfest ausgefallen. Ab Sonnabendmittag startete das Kinderfest rund um die Kirche mit anschließender Kaffeetafel im Gemeindesaal. Die Bambinis vom Sportverein leiteten über zum kulturellen Teil mit Festkonzert der Posaunenchöre und Kirchenchor Krankenhagen sowie den Männergesangvereinen aus Volksen und Krankenhagen. Beim "Kirchenkabarett mit Biss" gab Mathias Schlicht anschließend hintersinnige Gedankenanstöße. Konstantin Braun am Klavier und die beiden Krankenhäger Cheerleader-Gruppen würzten das nachfolgende gemütliche Beisammensein auf dem Festplatz, das mit dem gemeinsamen Finale unter dem Motto "Hand in Hand" endete. Bereits am Sonnabendvormittag hatte der Posaunenchor seine Geburtstagsfeier mit einem Platzkonzert auf dem Rintelner Marktplatz begonnen. Durch Verstärkung von Bläsern benachbarter Chöre war daraus ein kleines Kreisposaunenfest geworden. Damit konnte der bisherige Landesposaunenwart Christian Fuchs aus Melle ins Volle greifen und mit 45 Bläserinnen und Bläsern neben geistlichen Liedern auch Bearbeitungen von bekannten säkularen Stücken demonstrieren. Ein Stilmittel, das bereits die frühen Posaunenchöre in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eingesetzt hätten, erklärte Fuchs. Die Chöre selbst seien aus der damaligen Missionsbewegung hervor gegangen und immer noch gebe es heute bundesweit 140 000 Bläserinnen und Bläser innerhalb der evangelischen Landeskirchen und freien Werke. Beim Familiengottesdienst am Sonntagnachmittag trat der Posaunenchor wieder zum Heimspiel an im Wechsel mit dem Kirchenchor und den "Caravans", die mit frischen Kirchenliedern die Gemeinde wiederholt zum Aufstehen und Mitsingen bewegten.

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