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Martins-Gemeinde versteigert Mobiliar von 1899 / Erlös für Stiftung

Kirchenbänke unterm Hammer

Hohnhorst (oke). Beim inzwischen schon traditionellen Weihnachtsmarkt der Martins-Kirche in Hohnhorst hatten sich die Organisatoren um Pastor Gero Cochlovius etwas Besonderes einfallen lassen. Mehrere ihrer Kirchenbänke, die nun durch moderneres Mobiliar ersetzt werden sollen, wurden auf dem Kirchhof versteigert. Der Erlös kommt der Stiftung der Gemeinde zu gute.

veröffentlicht am 04.12.2007 um 00:00 Uhr

Glücklich: Die alte Kirchenbank hat in Hanna Jung (r.) eine neue

Die Bänke, die noch ein Teil der Originalausstattung des Kirchenschiffs aus dem Jahre 1899 sind, wurden unter der Leitung von Jens Gümmer an den Mann gebracht. Viele der Anwesenden spendeten kleinere Beträge, die in der Summe jedoch einen stattlichen Betrag ausmachten. Die Gelder der Versteigerung, sowie die Hälfte der Einnahmen aus dem Weihnachtsmarkt kommen der Stiftung der Kirche zu Gute. Diese dient dazu, Projekte der Gemeinde zu finanzieren und den neuen Gemeindereferenten zu bezahlen. Die andere Hälfte kommt dem überlebenden Mädchen zu Gute, dass im Spätsommer seine Eltern und Geschwister bei einem Verkehrsunfall am örtlichen Bahnübergang verloren hatte. Auf dem Weihnachtsmarkt, der seit sechs Jahren am ersten Advent in Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft organisiert wird, konnten sich die Besucher an den Buden und Ständen mit weihnachtlichem Essen und Getränken versorgen. Auch ein Kuchenbüfett war im Gemeindehaus eingerichtet worden. Für diejenigen, die dem Trubel vor der Kirche ein paar Augenblicke entfliehen wollten, hatten die Gemeindemitarbeiter in der Kirche einen "Adventsweg" eingerichtet. An mehreren Stationen wurden die einzelnen Verse des Psalms 23 auf Dioramen erfahrbar gemacht. "Der ganze Weg ist sehr meditativ gestaltet", so Cochlovius. Die Gäste könnten so in ruhiger Atmosphäre den Bibeltext auf sich wirken lassen und darüber nachdenken, ohne abgelenkt zu sein. Doch auch für die jüngsten Weihnachtsmarktbesucher hatte sich die Martins-Gemeinde eine Attraktion ausgedacht: In einem kleinen Abteil der Kirche waren zwei Schafe in einem improvisierten Stall untergebracht, die von den Kindern bestaunt und gestreichelt werden konnten.



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