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Dennoch Aufatmen bei den Katholiken

Kirchen: Bestand nur bis 2012 garantiert

Rodenberg/Lauenau (nah). Die mögliche Schließung der katholischen Filialkirche St. Markus in Lauenau und das drohende Aus für "Mariä Himmelfahrt" in Rodenberg im Fall aufwendiger Reparaturen ist vorerst abgewendet. Wie Pfarrer Adalbert Bonk in den Gottesdiensten mitteilte, hat sich das Bistum Hildesheim für eine neue Einstufung beider Gebäude entschlossen. Der Bestand ist aber nur bis 2012 garantiert.

veröffentlicht am 19.11.2008 um 00:00 Uhr

"Jetzt können wir wieder durchatmen", kommentierte der Seelsorger die Entscheidung der bischöflichen Behörde. Im Januar hatte er den hiesigen Christen mitteilen müssen, dass das Bistum an eine Profanierung der beiden Gebäude denke. Danach sollten für St. Markus mit der Einstufung in "C 2" schon 2009 keine laufenden Betriebskosten mehr erstattet werden. Die Rodenberger Immobilie würde als "C 1" sofort infrage stehen, wenn eine teure Reparatur fällig sei. Nun sind beide Gotteshäuser in jeweils eine höhere Kategorie gelangt: Lauenau nach "C 1"; Rodenberg nach "B", in der die Bistumskasse weiterhin alle Aufwendungen zu tragen bereit ist. Über die Gründe für das Umdenken konnte der Seelsorger keine näheren Angaben machen. Doch Bistums-Pressesprecher Michael Lukas teilte auf Anfrage mit, dass nach Vorliegen der Stellungnahmen aus den Dekanaten die bestehende Profanierungsliste modifiziert worden sei. "Wegen plausibler Argumente wurden in einigen Bereichen die Einstufungen korrigiert", berichtete er. Doch seien dies eher Ausnahmen: 75 Prozent der früheren Festlegungen blieben unverändert. In einigen Fällen gab es sogar Herabstufungen. Dass in der hiesigen Kirchengemeinde gleich zwei Gebäude eine Aufstockung erfuhren, begründet Pfarrer Bonk mit der Ergänzung um die Pfarrei Haste/Hohnhorst mit dortigem Gotteshaus in vier Jahren: "Da ist es nur konsequent, neu zu überlegen." Aber für ihn ist auch klar, dass "danach eine Kirche bestimmt fallen wird". Vier Gebäude würden nicht zu halten sein. Der Vorsitzende des vor einigen Monaten bereits gegründeten "Fördervereins St. Markus", Karl-Heinz Strecker, atmet ebenfalls auf. Etliche Katholiken im Raum Lauenau hatten im Sommer die Initiative ergriffen, um mit eigenen Beiträgen und dem Anwerben von Spenden die Betriebskosten des dortigen Gebäudes sofort zu finanzieren, wenn es bei der "C 2"-Einstufung geblieben wäre. Inzwischen gehören dem Verein bereits 80 Personen an. Doch für Strecker gibt es keine Entwarnung. Im Gegenteil: "Jetzt sind wir noch mehr gefordert", betont er. Der Verein müsse Rücklagen bilden, um über 2012 hinaus für eine Reparatur gewappnet zu sein.



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