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Oldendorfer spenden für 59 000 Euro teure Renovierung / Keine Dokumente gefunden

Kirche ohne Kuppel – das Sanieren beginnt

Oldendorf (top). Goldfarben glänzt die Turmbekrönung der St.-Nicolai-Kirche zu Oldendorf in der Abendsonne. Dann entfernt Dachdeckermeister Karl-Meinhard Böddicker die Schraubverbindungen an dem Metallgerüst, das auf der Turmspitze verankert ist. Mit einem leichten Ruck lösen sich sowohl die in über 40 Meter Höhe über den Schieferschindeln stehende Wetterfahne als auch die goldene Kuppel.

veröffentlicht am 11.06.2009 um 19:00 Uhr

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Unter den wachsamen Augen von über 80 Bürgern brachte Ortsbürgermeister Eckhard Füllberg die historischen Kirchenstücke zu Boden. Gespannt stellten sich nun alle, besonders Pastor Wilhelm Meissner, die Frage, ob die Kuppel gefüllt ist. Schließlich ist es Tradition, bei einer Baumaßnahme ein Zeichen der jeweiligen Zeit für kommende Jahre zu hinterlegen. „Leider ist sie nicht gefüllt“, sagte Wilhelm Meissner. Trotz der Freude über die voranschreitenden Baumaßnahmen an der über 800 Jahre alten Kirche war dem Pastor ein wenig Enttäuschung anzusehen.

800 Jahre alte Bienenkorbglocke

Doch von dieser Gegebenheit ließen sich die Anwesenden nicht entmutigen. Ganz im Gegenteil, denn sie feierten den Beginn der nun anstehenden Baumaßnahmen: Die Kirche ist eingerüstet, die Orgel fachmännisch „eingehaust“ und die Innenräume der Kirche sind abgesichert und vor starker Verschmutzung geschützt, wenn die Arbeiten am Außengemäuer beginnen.

„Mein ganzer Dank gilt allen Spendern, die sich für den Erhalt unserer Kirche einsetzen“, sagte Meissner in seiner Rede anlässlich der Abnahme der Turmbekrönung. „Denn wir möchten unsere Kirche nicht nur als Baudenkmal sehen, sondern als lebendige Kirche in unserem schönen Ort.“ Daher kam vor etwas mehr als drei Monaten der Aufruf an alle Oldendorfer Bürger, sich mit einer Spende an den anstehenden Renovierungen am Kirchenschiff sowie der Turmbekrönung und der Instandsetzung der in die Jahre gekommenen Glocken, darunter eine über 800 Jahre alte Bienenkorbglocke, zu beteiligen und für den Ort im Saaletal „an einem Strang zu ziehen“.

Insgesamt 59 000 Euro werden benötigt, um die Arbeiten durchzuführen. „Die Finanzierung dieser Summe müssen wir als Kirchengemeinde tragen“, erklärte Wilhelm Meissner. Ein finanzieller Grundstock in Höhe von 11 000 Euro wurde bereits durch den Überschuss vom Gemeindefest im vergangenen Herbst sowie mittels Spenden geschaffen. Weitere 7000 Euro werden aus der Haushaltsrücklage mit einfließen. Derzeit sind rund 14 000 Euro Spendengelder geflossen, und damit ist bereits gut die Hälfte finanziert. Auch weitere Zahlungen können auf das Spendenkonto überwiesen werden.

Ortsbürgermeister Eckhard Füllberg und Frieder Strüver vom Verein für Grenzbeziehung und Heimatpflege betonten einstimmig, dass „die Kirche prägend für unser Ortsbild“ sei. Und mit den bereits geflossenen Spenden können nun die ersten Maßnahmen zur Verschönerung der alten Kirche durchgeführt werden.

Als nächster Schritt stehe nun das Abdecken des Daches mit dem Ausbau der Dachkonstruktion sowie die Restauration der alten Glocken an. Diese Schritte werden in den kommenden Wochen durchgeführt. Schließlich soll die Oldendorfer Kirche schon bald in neuem Glanz erstrahlen.

Vor den Augen der Oldendorfer Bürger holt Ortsbürgermeister Eckhard Füllberg die zur Restauration vorgesehene Kuppel von der Kirche.

Foto: top



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