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100 Jahre Posaunenchor Frille: Beim Landesposaunenfest werden auch ganz neue Töne angeschlagen

Kirche ist offen für den "Fluch der Karibik"

Frille (mig). Als Geschenk zum 100-jährigen Bestehen des Friller Posaunenchors hatte sich der Schaumburg-Lippische Posaunenchorverband etwas besonderes einfallen lassen: Das Landesposaunenfest wurde in den östlichen Zipfel der Schaumburg-Lippischen Landeskirche vergeben. 17 Posaunenchöre mit etwa 120 Bläsern reisten am Wochenendein das Grenzgebiet - Höhepunkt war ein Festkonzert, sowie der Festgottesdienst.

veröffentlicht am 07.06.2007 um 00:00 Uhr

Zeigt her, was Ihr habt ... zum großen Finale des Festkonzertes

"Das ist das erste Landesposaunenfest seit der Christianisierung dieser Gegend", freute sich Joachim Liebig,über das "historische Ereignis". Politisch gehört Frille zwar zu Nordrhein-Westfalen, die Kirchengemeinde ist aber im Schoß der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe verblieben. "Auch wenn das noch nicht ganz durchgedrungen ist - wir sind Schaumburg-Lipper", machte der Superintendent in seiner launigen Moderation deutlich. Besonders freute sich der "unmusikalische" Superintendent aber über die gute Beteiligung an der Großveranstaltung. "Von 22 Gemeinden der Landeskirche, gibt es in 21 Gemeinden Posaunenchöre, und davon sind 17 vertreten - das ist ein guter Schnitt", machte Liebig deutlich. Auch Landesposaunenobmann Wilfried Vauth ließ es sich nicht nehmen, die rund 200 Konzertbesucher in einer kurzen Ansprache persönlich zu begrüßen. Er nahm in seiner Rede Bezugauf das Motto des Festes - "Gott gab uns Atem" - und münzte die Bibelstelle auf den Friller Jubiläumschor. "Abgewandelt kann man auch vom langen Atem sprechen, den der Posaunenchor Frille seit 100 Jahren beweist", sagte Vauth, "mögen euch weitere 100 Jahre geschenkt werden." Anschließend bedankte sich der Obmann beim vierköpfigen Festausschuss für das seit einem halben Jahr vorbereitete Blechblas-Event: "Wir Bläser fühlen uns hier sehr wohl." Eröffnet wurde das Konzert dann unter dem Dirigat von Landesposaunenwart Siebelt Meier mit einer druckvollen Fünfgeld-Fanfare. Die Jungbläser und der große Chor spielten mal im Wechsel, dann wieder gemeinsam Stücke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Händel und Telemann. Szenenapplaus gab es schließlich, als der Nachwuchs unter der Leitung von Alexander Neubauer Filmmusik aus "Fluch der Karibik" und "Herr der Ringe" aufführte. Am Sonntag endete die Veranstaltung mit einer Predigt von Landesbischof Jürgen Johannesdotter und viel Musik. Landesposaunenwart Siebelt Meier zog anschließend ein positives Fazit des Friller Posaunenchor-Jubiläums. Sowohl das Engagement der Bläser als auch die gute Stimmung seien "beispielhaft" gewesen. Speziell für die Jungbläser gab es ein kleines Zeltlager, außerdem bekam der Nachwuchs Pflegetipps für die Instrumente. Meier: "Diese Aktion ist gut angekommen." Ebenfalls zufrieden war Klaus Belte vom Festausschuss: "Wir sagen all den Vereinen und Geschäftsleuten, die mitgeholfen haben, Danke!"

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