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Mit neuer Organisationsform, Geschäftsführung und neuem Pflegedienstleiter

Kirche, Diakonie und DRK machen Sozialstation zu etwas Besonderem

Rinteln (wm). Die Sozialstation mit Sitz in der Seniorenwohnanlage "Alte Feuerwehr" hat eine neue Organisationsform, eine professionelle Geschäftsführung und einen neuen Pflegedienstleiter - nur die fünf Träger der Einrichtung sind dieselben geblieben: der Kirchenkreis, die Kirchengemeinden Steinbergen und St. Nikolai, die katholische Gemeinde St. Sturmius und das Deutsche Rote Kreuz.

veröffentlicht am 31.10.2007 um 00:00 Uhr

Ambulant heißt mobil: Hier die Mitarbeiter der Sozialstation mit

Die Sozialstation firmiert als gGmbH, als gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Die Geschäftsführung der gGmbH obliegt Monika Grefe aus Hannover. Als Grund für den Wechsel nannte Superintendent Andreas Kühne-Glaser, die Geschäftsführung sei nicht mehr vom Kirchenkreisamt in Wunstorf zu bewältigen gewesen, die Aufgaben inzwischen zu umfangreich. In der Pflegedienstleitung löst Matthias Stolz die bisherige Leiterin Karin Wiegert ab. Stolz kommt aus Neustadt am Rübenberge, ist 37, verheiratet, hat zwei Kinder und hat nach seiner Krankenpflegerausbildung die Qualifikation für den mittleren Leitungsbereich erworben. Die Sozialstation ist Rintelnsälteste ambulante Pflegeeinrichtung. Die rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen zurzeit rund 120 Patienten täglich. Damit habe die Einrichtung, schilderte DRK-Geschäftsführerin Ursula Krüger, ihre ursprüngliche Größenordnung behalten, vor allem in der Kernstadt und auf den Dörfern - trotz der privaten Pflegeeinrichtungen. Grund dafür, dass alle Pflegeeinrichtungen gut beschäftigt sind, sei vor allem die deutlich gestiegene Zahl von Pflegebedürftigen. Ein Trend der sich fortsetzen dürfte, da auch aus Kostengründen die ambulante Pflege gegenüber der stationären favorisiert werde, so Krüger. Als Beispiel schilderte Monika Grefe die steigende Zahl der gerontopsychiatrischen Pflegefälle, Stichwort Alzheimer. In Hannover habe man inzwischen das entsprechende Know-how in der Betreuung solcher Patienten. Eine spezielle Ausbildung für Mitarbeiter in Rinteln sei bereits geplant. Kühne-Glaser machte in dem gestrigen Pressegespräch noch auf eine Besonderheit der von Kirchen wie DRK getragenen Sozialstation aufmerksam: Durch die Anbindung an die Diakonie könne die Sozialstation auch in Fällen helfen, wo es in Familien finanzielle Probleme gibt, und außerdem weitergehende Hilfen anbieten.

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