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Kinderzeit

Kinder unter Druck: Mit sanften Methoden der Kinesiologie lässt sich Schulstress entgegen steuern.

veröffentlicht am 16.04.2011 um 00:00 Uhr

Die um ein Jahr verkürzte Schulzeit, von der in-zwischen der überwiegende Teil der Schüler in Deutschland betroffen ist, bereitet vielen Eltern Kummer. Werden ihre Kinder mit den höheren Belastungen fertig werden? Eine berechtigte Sorge, findet Lydia Köteles von der Deutschen Gesellschaft für Angewandte Kinesiologie: „Die Kinder werden dadurch zweifellos stärker unter Stress stehen, weil sie den Lernstoff in weit kürzerer Zeit bewältigen müssen. Tauchen Stresssymptome auf, sollten Eltern diese unbedingt ernst nehmen.“

Dies auch deshalb, weil Kinder heute aufgrund der höheren Dichte an Reizen, die etwa durch TV, Internet oder Handy, aber auch Lärm auf sie eindringen, ohnehin weniger Stress vertragen können als früher. Dazu kommt der selbst bei einem Unterstufenschüler dicht gedrängte private Terminkalender.

Umso wichtiger sei es daher, rechtzeitig gegenzusteuern, beispielsweise durch Kinesiologie. Diese sanfte Alternativmethode hilft nicht nur Schülern, sondern auch Lehrern und Eltern. Denn solange das gesamte Umfeld eines Kindes einen hohen Stresspegel hat, wird auch dieses nicht wirklich zur Ruhe kommen. „Das ist der erste Schritt“, erklärt Lydia Köteles, „dass den Kindern erst einmal ein Gefühl der Sicherheit vermittelt wird. Das kann auch durchaus mal den Mut zur Lernlücke bedeuten.“ Erst anschließend gehe es darum, zu ermitteln, wo genau bei den Kindern die Ursachen liegen.

Werden Lernschwierigkeiten festgestellt, dann haben diese oft mit Blockaden im Gehirn zu tun, die die Betroffenen daran hindern, leicht und mit Freude zu lernen. Die Kinesiologie hilft dabei, diese Blockaden zu finden, sie bewusst zu machen und unter anderem durch Bewegungsübungen sowie durch das Halten oder Reiben bestimmter Reflexpunkte auszugleichen.

Für den richtigen Auftritt: Der richtige Kinderschuh

Weiche, wohlgeformte Füßchen von Babys und Kindern sind ein schöner Anblick, der leider nicht ewig hält. 98 Prozent der Menschen kommen mit gesunden Füßen zur Welt, doch 60 Prozent aller Erwachsenen gehen später mit geschädigten Füßen durchs Leben. „Der Hauptgrund sind nicht passende Schuhe“, warnt Kinderorthopäde Dr. Christian Klein. 68 Prozent der Kinderfüße stecken in zu kleinen Schuhen, ergab eine repräsentative internationale Studie unter der Leitung des Sportwissenschaftlers Wieland Kinz. „Mehr als die Hälfte aller Heranwachsenden in Deutschland trägt schlecht sitzendes Schuhwerk“, bestätigt ebenfalls ein Forschungsprojekt der Universität Heidelberg. „Kinderschuhe müssen die richtige Größe haben. Das heißt, sie dürfen nicht zu klein sein, aber auch nicht zu groß“, ergänzt Rüdiger Krauspe, Orthopäde an der Universitätsklinik Düsseldorf, diese alarmierenden Zahlen. Das gilt erst recht für Schuhe, in denen Kinder aktiv spielen oder Sport treiben wollen. Um deformierte Füße zu vermeiden, sollten sie sich viel bewegen, laufen, springen, spielen – aber mit gesunder Fußbekleidung.

Die Experten empfehlen, Kinderfüße regelmäßig zu messen. Ihre Füße wachsen in manchen Phasen sehr schnell und sollten daher immer wieder neu gemessen werden. Bei Vier- bis Sechsjährigen zweimal im Jahr, bei Kindern unter vier Jahren alle zwei bis vier Monate. Erst im Alter von ungefähr 16 Jahren ist die Entwicklung abgeschlossen, und der Fuß erreicht seine endgültige Form und Festigkeit. Am besten lassen Sie sich und Ihr Kind im Fachhandel beraten.

Stillen: Das Beste für Mutter und Kind

Am besten ist es, wenn Sie von Anfang an möglichst voll stillen. Das heißt: Ihr Kind bekommt nur Muttermilch. Wenn Sie nicht voll stillen können oder möchten, ist teilweises Stillen besser, als gar nicht zu stillen. Auch dabei kann Ihr Kind die Vorteile der Muttermilch genießen.

Muttermilch liefert dem Baby wichtige Nährstoffe, damit es wachsen kann und sich Körper und Geist gesund entwickeln. Als Mutter bilden Sie Milch, so wie es das Baby gerade braucht: in der richtigen Menge und Zusammensetzung. So stillt Muttermilch optimal den Hunger und löscht gleichzeitig den Durst. Und das Beste: Muttermilch ist jederzeit, überall und schnell verfügbar. Sie hat immer die richtige Temperatur.

Wie oft und wie lange ein Kind an der Brust trinkt, bestimmt es selbst. Das heißt: Sie stillen, so oft und solange das Kind es möchte. In den ersten Lebenswochen ist es normal, wenn Ihr Baby nach zwei Stunden wieder Hunger hat. In den ersten Wochen trinkt das Baby häufiger kleine Mengen an Milch, auch nachts. Sobald es nachts länger schläft, trinkt es weniger oft und dafür mehr pro Mahlzeit. Im ersten halben Jahr ist das Stillen für alle gesunden Säuglinge zu empfehlen, mindestens bis zum Beginn des fünften Monats voll. Wenn das Baby mit dem Breiessen beginnt, ist es gut, weiter zu stillen. Nach und nach werden die Breie dann die Stillmahlzeiten ablösen.

Pfiffige Idee: Kinderklamotten mit eingestempelter Handynummer der Eltern

Wenn die kleine Sarah im Großmarkt ihre Mami an der Information erwartet oder Paul weinend durchs überfüllte Kaufhaus irrt, dann sind dies für alle Beteiligten – Eltern und Kinder – einige bange Minuten. Die beiden Düsseldorfer Modedesignerinnen Sylke Schulze-Jansen und Tine Obst brachte das auf eine Idee: Die Handy-nummer der Eltern müsste doch nur in einem der Kleidungsstücke der Kinder eingestempelt sein. Im Notfall wäre sie mit einem Handgriff vorgezeigt – und der nächste hilfsbereite Erwachsene könnte Vater oder Mutter mit einem Anruf über den Standort des kleinen Ausreißers informieren.

Umgesetzt haben Sylke Schulze-Jansen und Tine Obst die Idee jetzt für ihr Modelabel tim & lucy, für das nur handgefertigte Einzelstücke hergestellt werden. Deshalb kann jedes Lieblingsshirt der Kinder nun auf Wunsch zusätzlich zum frei wählbaren Motiv mit der persönlichen Handynummer der Eltern versehen werden. Sie wird an verdeckter Stelle eingestempelt – das Vorzeigen schaffen schon die Allerkleinsten.

Und übrigens: Jedes Kleidungsstück kann mit einer ID versehen werden. Kaufen Sie beim Fachgeschäft für Kinderkleidung ein und nähen Sie selbst ein Schild mit der Telefonnummer hinein.



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