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Kinderschutzbund weitet Angebot aus

Landkreis (web). Der Schwerpunkt der Tagung des Jugendhilfeausschusses des Kreistages ist das Thema "frühe Kindheit" gewesen. Dazu gehörte auch ein umfangreicher Vortrag von Vertreterinnen des Kinderschutzbundes. Dieser will sein ohnehin schon umfassendes Angebot für Familien noch weiter ausbauen.

veröffentlicht am 01.03.2007 um 00:00 Uhr

Die Vertreterinnen des Kinderschutzbundes Schaumburg, Christel Varelmann und Birgit Schaper-Gerdes, berichtetenüber die 1995 ins Leben gerufene Kontakt- und Beratungsstelle für Eltern mit Kleinkindern (KEKK). Deren erklärtes Ziel ist es, Familien mit kleinen Kindern frühzeitig präventive Unterstützung anzubieten. "Man muss tätig werden, bevor das Kind in den Brunnen fällt", sagte die Diplompädagogin Schaper-Gerdes. In unterschiedlichen Arbeitsbereichen bietet die KEKK Hilfe an. Einen Schwerpunkt der Beratungsarbeit bildet die mobile psychosoziale Beratung. Varelmann und Schaper-Gerdes besuchen auf Wunsch Familien, um das Familiengeschehen zu Hause zu beobachten und vor Ort Lösungen mit den Betroffenen zu finden. Die Eltern empfänden diese Art von Unterstützung als positiv, stellte die Erziehungsberaterin Schaper-Gerdes fest. Ein weiteres Angebot ist der von der "Aktion Mensch" geförderte Elternkurs "Starke Eltern - Starke Kinder", den der Kinderschutzbundes in Kooperation mit der Volkshochschule (VHS) überlasteten Eltern anbietet. Auch zur Erwachsenenbildung werden Kurse angeboten, die sich mit dem Thema "Grenzen setzen" befassen. "Wege aus der Brüllfalle", ein Film von Kinderschutzbund und VHS, zeigt, wie Eltern Konfliktsituationen ohne Geschrei und Strafandrohung bewältigen können. Varelmann bezeichnete die Beratung als Herzstück der KEKK. Unterschiedliche Institutionen arbeiteten zu diesem Zweck zusammen. "Die Vernetzung im Landkreis Schaumburg ist super", betonte die Sozialpädagogin. Im vergangenen Jahr haben sich landkreisweit 85 Familien mit 158 Kindern an die KEKK gewandt. Es wurden 373 Hausbesuche geleistet, informierte Varelmann. Künftig wollen sich die Erziehungsberaterinnen auf den Unterstützungsbedarf in Familien mit Migrationshintergrund konzentrieren.

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