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DRK-Räume werden zu klein / Große Nachfrage von bedürftigen Familien

Kinderschutzbund sucht für seine Kleiderkammer ein neues Domizil

Rinteln (ur). Die Kleiderkammer des Kinderschutzbundes ist für bedürftige Familien längst zu einer Institution geworden, und da in Zeiten von Hartz IV immer mehr Jungen und Mädchen in Haushalten leben, die auf die preisgünstige oder kostenlose Beschaffung von Textilien wirklich angewiesen sind, entwickelt sich die Nachfrage nach Hosen und Jacken, Hemden und anderen Bekleidungsstücken aus zweiter Hand ausgesprochen lebhaft - und das wohl auch, weil diese gespendeten Textilien oft noch in einem guten Zustand sind, da ja gerade Kinder und Jugendliche schnell aus ihren Sachen herauswachsen und angesichts der zunehmenden Zahl von Einkindfamilien auchkaum jüngere Geschwister zum Auftragen da sind.

veröffentlicht am 29.11.2006 um 00:00 Uhr

Wenn Christel Juhl eine Hose aus dem Regal holen will, muss sie

Damit dieseüberwiegend gute Qualität auch an die Kunden dieses besonderen Lädchens im DRK-Zentrum neben der Eulenburg weitergereicht werden kann, braucht es natürlich auch Lagerflächen, die dafür geeignet sind - und das ist in den bestehenden Räumlichkeiten leider nicht der Fall: "Wir haben die Einrichtung derzeit noch gastweise in einer Art von Wintergarten beim DRK untergebracht. Dort werden die Sachen schnell klamm, die Kapazitäten sind begrenzt, und auch Anproben und gezielte Auswahl sind nur begrenzt möglich", bemängelt Karin Dieckmann vom Kinderschutzbund die aktuelle Situation. Deshalb ist der Verein schon seit Monaten auf der Suche nach innenstadtnahen Räumlichkeiten, die preisgünstig angemietet werden können: "Es gibt zwar Leerstände, aber die angebotenen Räume passen einfach nicht zu unserem Budget" bedauert Dieckmann. Und appelliert an Hauseigentümer mit entsprechendem Platzangebot, dem Kinderschutzbund dort ein Dach für die Kleideraktion kostengünstig zur Verfügung zu stellen. "Darauf sind wir als Initiative mitüberwiegend ehrenamtlichen Mitarbeitern einfach angewiesen, damit wir unsere Arbeit für benachteiligte Kinder und Jugendliche wirksam leisten können." Eine Fläche von etwa 50 Quadratmetern oder mehr wäre dafür wohl erforderlich, damit auch die Möglichkeit besteht, Kinderbettchen und Kinderwagen zur Abgabe einzulagern: "Bislang offerieren wir solche Dinge zumeist über Fotos, aber die meisten Anbieter möchten diese Sachspenden natürlich auch schnell aus dem Haus haben." Kontakt: Freundliche Angebote und zweckdienliche Hinweise erhoffen sich Karin Dieckmann und ihre Mitstreiterinnen und Helfer unter der Rufnummer (05751) 91 74 37 von Montag bis Freitag zwischen 9 und 12.

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