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Option: Familienzentrum / Hausbesuche in 84 Familien / Neues Projekt

Kinderschutzbund Schaumburg auf Suche nach größeren Räumen

Landkreis. Der Kinderschutzbund Schaumburg sucht neue Räume. "Wir wollen 2007 umziehen", hat die Vorsitzende Georgia Hasse in der Jahresversammlung verdeutlicht, dass die Geschäftsstelle des Kreisverbandes in der Niedernstraße aus allen Nähten platzt. Die Nachfrage hilfesuchender Familien steige ständig: Allein die Erziehungberaterinnen waren im letzten Jahr kreisweit in 84 Familien unterwegs, unterstützten 156 Kinder und deren Eltern.

veröffentlicht am 04.06.2007 um 00:00 Uhr

Der neue Vorstand des Kinderschutzbundes sucht ein neues Domizil

Prävention von Kindesvernachlässigung und Gewalt ist primäres Ziel des Kinderschutzbundes. Immer mehr Familien gerieten in Situationen, die sie alleine nicht mehr bewältigen könnten, berichtete Diplom-Pädagogin Birgit Schaper-Gerdes von 371 Hausbesuchen in 84 Familien und 73 telefonischen Beratungsgesprächen. Fühlen sich Eltern vom Alltag überfordert, leiden die Kinder. Da geht es um vergessene Mahlzeiten, nicht wahrgenommene Arzttermine und in Gewalt eskalierende Konflikte. "Wir sehen, dass neben Beratung und Krisenhilfe in den Familien immer mehr niedrigschwellige aufsuchende Hilfe benötigt wird", sagte die Erziehungsexpertin. Zunehmend gelinge es zudem Migrantenfamilien für die Beratung zu gewinnen. Um dem wachsenden Bedarf nachkommen zu können, benötigt der Kinderschutzbund mehr Platz. Eine Option sind Räume im geplanten Familienzentrum. "Im Moment laufen Gespräche über eine Kooperation mit Stadt, Kreis und Awo", informierte Hasse. Wichtiger Aspekt eines Familienzentrums sei die Beratung. "Hier ist das Know How des Kinderschutzbundes gefragt", so die Vorsitzende weiter. Große Kinder - große Sorgen: 12 435 Gespräche haben die 20 Berater am Kinder- und Jugendtelefon (KJT) geführt, dokumentierte Margot Neill. Verstärkung naht: Im Sommer werden 15 neue Berater ausgebildet. Für die Öffentlichkeitsarbeit sorgt das Team um Wilma Kolbe, die in den 6. Klassen aller Schaumburger Schulen, die "Nummer gegen Kummer" vorstellen. Der Kinderschutzbund bietet für jedes Alter das Passende: Die Angebote in Kooperation mit der Volkshochschule sind mittlerweile auf neun Elternkurse im Landkreis angewachsen - vom Erziehungskurs "Starke Eltern - starke Kinder" über "Wege aus der Brüllfalle" mit Daniela Fischer bis zum Kurs für "problembelastete Familien", die bereits Kontakt zum Jugendamt haben. Nicht nur die Krabbelgruppen und Pekip-Kurse erfreuten sich großer Nachfrage, stellte Hasse fest, beliebt seien zudem die beiden Gruppen "Betreuter Spielkreis". Viele Eltern nutzen diese Gelegenheit, Tipps vom Fachpersonal einzuholen, oder Termine für Hausbesuche zu vereinbaren. In den Startlöchern steht das Projekt "Opstapje", ein niederländisches Programm zur Frühförderung von Familien. Hierzu stellte Rudolf Krewer in Aussicht, dass die Bürgerstiftung derartige Projekte unterstützen könne.



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