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Bürgerinitiative "Wir für soziale Gerechtigkeit" ausgezeichnet

Kinderschutzbünde im Landkreis verleihen Kinderschutzpreis

Stadthagen (sk). Erstmals haben der Kreisverband Schaumburg des Kinderschutzbundes und der Kinderschutzbund Rinteln den "Kinderschutzpreis Schaumburg" vergeben. Den Preis, verliehen im Kreishaus und "dotiert" mit Blumen und Urkunde, erkannte die Jury der Lindhorster Bürgerinitiative "Wir für soziale Gerechtigkeit" zu.

veröffentlicht am 23.04.2007 um 00:00 Uhr

"Nicht allen Kindern geht es gut, selbst in unserer Wohlstandsgesellschaft nicht. Viele Kinder und Familien brauchen Förderung, besondere Hilfe und Zuwendung. In diesem Bereich wird nicht nur von staatlicher und behördlicher Seite viel getan. 100 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt fließen jährlich in Familienförderung", so Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier, Schirmherr des Kinderschutzpreises. Aus eigenem Antrieb heraus, oft ohne Aufhebens seien außerdem Privatpersonen und Initiativen für Kinder und Jugendliche tätig. Dieses Engagement soll durch den Kinderschutzpreis herausgestellt werden. "Tue Positives - und wir reden darüber", nannte Georgia Hasse das Motto des Preises. Dieser solle zudem andere Menschen zum Nachmachen ermutigen, so die Vorsitzende des Kinderschutzbundes Schaumburg. Für den Kinderschutzpreis konnte jeder Bürger eine Privatperson oder Initiative vorschlagen. Eine Jury, besetzt mit Vertretern von Polizei, Jugendamt, Kinderschutzbund sowie NDR-Mitarbeiterin Anja Hitzemann, sprach den ersten Preis der von Matthias Hinse ins Leben gerufenen Bürgerinitiative "Wir für soziale Gerechtigkeit zu". Die Initiative will Zeichen gegen Kinderarmut setzen und hat 2006 mit einem organisierten Solidaritätslauf 4000 Euro für den Bedürftigenfonds der Initiative gesammelt. Aus dem Fonds wird Kindern aus sozial schwachen Familien die Teilnahme an Sonderaktionen - zum Beispiel Fahrten - in Schule und Kindergarten gesichert. Auf Platz zwei setzte die Jury Hans-Jürgen Lerch, der sich als Fußballtrainer im VfL Bad Nenndorf für das Mitspielen eines körperlich beeinträchtigten Jungen einsetzte (wir berichteten). Marco Vankann, Kreisvorsitzender des Niedersächsischen Fußballverbandes, hatte Lerch für den Preis vorgeschlagen und nahm, da Lerch verhindert war, dessen Ehrung im Kreishaus stellvertretend für den Trainer entgegen. Als dritte im Bund wurde Elke Behling aus Obernkirchen bedacht. Die 42-jährige Mutter von vier Kindern, die bereits die eigenen Geschwister allein großziehen musste, nahm sich spontan dreier weiterer Kinder an, deren Mutter erkrankt war. Diese Mutter, Ingrid Olle aus Luhden, schlug Behling aus Dankbarkeit und Anerkennung für den Preis vor.



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