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Im Rathaus liegt eine Liste aus / "Familientag Wohnen" mit Beratungen rund um Zuschüsse, Sicherheit und Rechtsfragen

Kinderreiche Familien suchen große Wohnungen

Rinteln (cok). Wie finden Familien große Wohnungen und wann erhalten sie Wohngeld? Wie schützt man die Wohnung vor Einbruch und Brandgefahr, und was ist zu tun, wenn in der Küche ein Feuer ausbricht? Um solche und ähnliche Fragen ging es am "Familientag Wohnen", den das "Lokale Bündnis für Familien" am letzten Dienstag auf dem Kirchplatz organisierte.

veröffentlicht am 28.06.2007 um 00:00 Uhr

Auch Kinder hatten ihren Spaß auf dem Kirchplatz. Foto: cok

Dazu war die Freiwillige Feuerwehr mit mehreren Fahrzeugen angerückt, ebenso wie Polizeibeamten von der Kriminalitätsprävention aus Nienburg. Im Bürgerhaus dagegen stand Rechtsanwalt Marco Vogt für Fragen rund ums Wohngeld zur Verfügung. Allzu viel los war an diesem sehr verregneten Tag allerdings nicht, schade, denn vor allem das Wohngeldthema dürfte für so manche Familie von Interesse sein. So wies Gleichstellungsbeauftragte Kirsten Büthe darauf hin, dass für kinderreiche Familien, die eine große Mietwohnung brauchen, häufig auch dann Anspruch auf Wohngeld besteht, wenn sie über ein mittleres Einkommen verfügen. Ebenso kann es kommunale Zuschüsse zur Abzahlung eines Eigenheimes geben, zur Unterstützung von Familien mit drei oder mehr Kindern. Karsten Schröder von der Wohngeldstelle steht als Ansprechpartner für solche Fragen im Rathaus zur Verfügung. Neu ist auch, dass im Rathaus eine Liste ausliegt, in die zu vermietende Wohnungen mit mehr als vier Zimmern eingetragen werden können. "Große Wohnungen zu finden, ist für viele Familien ein echtes Problem", so Kirsten Büthe. "Wir hoffen, dass sich noch mehr Vermieter melden, die gerne auch an große Familien vermieten." Wer so eine Wohnungsucht, kann sich ebenfalls in die Liste eintragen lassen. Reinhard Krüger, Beauftragter für Kriminalitätsprävention aus Nienburg, konnte allerlei Ratschläge geben, die dem Schutz von Wohnung und Haus vor Einbruchsdiebstahl dienen. "Die meisten Einbrüche werden von Gelegenheitsdieben ausgeführt, übrigens überwiegend tagsüber", sagte er. "Absolut einbruchssichere Wohnungen gibt es zwar nicht, aber schon mit wenigen Mitteln ist es möglich, das Einbrechen so zu erschweren, dass die meisten Diebe aus Angst, entdeckt zu werden, aufgeben." Alle Polizeidienststellen bieten übrigens kostenlose Beratungen an und kommen dafür sogar ins Haus, um die Lage vor Ort beurteilen zu können. Die Freiwillige Feuerwehr Rinteln bot eine Beratungüber Rauchmelder in Wohnungen an. "Eindeutig empfehlen wir, möglichst in jedem Zimmer einen Rauchmelder zu platzieren", so CDU-Stadtratsmitglied und Feuerwehrmann Sebastian Westphal. "Die gibt es schon für wenig Geld im Baumarkt, und sie können lebensrettend sein, angesichts der Tatsache, dass eigentlich alles, was an einen Stromkreis angeschlossen ist, auch einen Brand auslösen kann." Eigentlich wollte die Feuerwehr auch noch demonstrieren, wie man einen Fettbrand in der Küche am besten löscht. Das darf man nämlich, wegen der Explosionsgefahr, auf keinen Fall mit Wasser machen. Brennt mal das Fett in einer Pfanne, so soll man sie schnell vom Herd nehmen (nicht in Waschbecken schmeißen!), oder die Flammen mit einer Decke ersticken. Wegen des Regens fiel die leine Aktionseinlage leider aus. Dafür fanden sich einige Kinder am regensicheren Stand der "Tagesmutter-Initiative" ein, wo gespielt wurde, Kaffee und Kuchen bereitstand und doch noch einige Gespräche stattfanden darüber, wie man das Wohnen für Familien kostengünstiger und sicherer machen kann.



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