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Bürgermeister Wagner sieht gemeinsames Gebäude als Chance / Neubau kostet 1,4 Millionen Euro

Kindergarten und Schule unter einem Dach?

Aerzen (mau). Es ist das Schwerpunktprojekt im Konjunkturprogramm der Gemeinde. Neue Krippenplätze für unter Dreijährige bis 2013 zu schaffen. „Gerade in Aerzen und Groß Berkel ist ein erhöhter Bedarf zu erkennen“, beschreibt Bürgermeister Bernhard Wagner die aktuelle Situation. Geplant ist, in den nächsten Jahren 30 Plätze in Groß Berkel einzurichten. Wo diese Plätze geschaffen werden sollen, ist aber noch nicht geklärt. Zwei Varianten stehen zur Zeit zur Debatte.

veröffentlicht am 09.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2009 um 10:51 Uhr

Vielleicht findet man in der Grundschule in Groß Berkel schon ba

Zum einen ist ein altes, denkmalgeschütztes Fachwerkhaus, das in unmittelbarer Nähe des bisherigen Kindergartens in Groß Berkel steht, im Gespräch. „Umbau und Renovierung, sodass in dem Gebäude zwei Gruppen unterkommen könnten, würde zwischen 600 000 und 700 000 Euro kosten.“ Eine andere Variante, die als immer wahrscheinlicher gilt, ist, den Kindergarten in Räumlichkeiten der Grundschule und einen angrenzenden, noch zu bauenden Neubau zu verlegen. „Ein Konzept liegt uns schon vor, das jetzt noch mit Schulleitung, Politik, Kindergartenausschuss, den Eltern und mit dem Schulvorstand besprochen werden muss.“ Aufgrund des demografischen Wandels, so Wagner, ist damit zu rechnen, dass aus der bisher dreizügigen Schule eine zweizügige wird. Denkbar sei es, dass zwei bis drei Räume an den Kindergarten abgetreten werden. Bisher stehen 15 Räume für acht Klassen zur Verfügung. Zusätzliche Räume würden durch einen Neubau geschaffen. Die Kosten hierfür betragen rund 1,4 Millionen Euro. Bei der Finanzierung sieht Wagner keine großen Hindernisse. „Der Kindergartenteil wird mit Mitteln des Konjunkturprogramms finanziert. Die Mittel für die Plätze der unter Dreijährigen kommen aus einem anderen Topf des Bundes.“ Wagner spekuliert zudem auf eine Kofinanzierung des Landkreises und des Kultusministeriums. „Ich hoffe, dass das Paket bald geschnürt werden kann.“ Ein erster Schritt könnte bereits heute im Schulausschuss in Groß Berkel gesetzt werden. Es wird sich zeigen, wie seitens der Schule auf die Planung einer Zusammenlegung reagiert wird.

„Wenn Kindergarten und Schule unter einem Dach sind, sehe ich das als Chance, auch im Hinblick auf das Modellprojekt ‚Das letzte Kindergartenjahr als Brückenjahr zur Grundschule‘“, so Wagner. Ein weiterer Vorteil bei dieser Lösung sei es, dass Schule und Kindergarten ebenerdig seien. Seitens der Stadt wird versichert, dass beide zwar gemeinsam unter einem Dach wären, sich aber nicht gegenseitig stören würden. „Schulhof und Spielplatz des Kindergartens sind voneinander getrennt. Die Krippengruppe würde nicht durch Schullärm während des Mittagsschlafs gestört, und die Schüler nicht durch laute Spielgeräusche vom Lernen abgelenkt werden.“

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