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Soppe: Verwirklichung "baldmöglichst"

Kindergarten Meinsen erhält eigenen Spielplatz

Meinsen-Warber (bus). Auf dem Areal der Grundschule und des Kindergartens Meinsen werden demnächst umfangreiche Neugestaltungen vorgenommen. Hintergrund der Aktivitäten ist eine Vorgabe des Landesjugendamtes, nach der der Kindergarten von der bislang geübten Praxis der Mitbenutzung des öffentlichen Spielplatzes Abstand nehmen muss. Die Verwirklichung der Pläne werde "baldmöglichst" erfolgen, erklärte Baufachbereichsleiter Karlheinz Soppe im Verlauf der jüngsten Ortsratssitzung.

veröffentlicht am 20.04.2007 um 00:00 Uhr

Für die aktuell festzustellende Bewegung in dem seit längerer Zeit diskutierten Vorhaben ist auch die Ankündigung eines Sponsors verantwortlich, der seine finanzielle Zusage von einer möglichst zeitnahen Realisierung abhängig macht. Zudem spielt die Aufnahme sehr junger Kinder eine Rolle. Die Planungen sehen die Errichtung eines kindergarteneigenen Spielplatzes auf dem östlich des Gebäudekomplexes gelegen Bolzplatzes vor. Von dem Platz soll eine etwa 15 mal 50 Meter große Fläche abgezwackt werden. Was während der publikumsoffen geführten Sitzung etliche kritische Stimmen auf den Plan rief. Friedhelm Winkelhake monierte den wegen der Dringlichkeit der Angelegenheit organisierten "Schnellumlauf", in dem die Ratsmitglieder vorab um Zustimmung gebeten worden waren. Das habeüberfallartigen Charakter besessen. "Es ist nicht in Ordnung, wie das gelaufen ist", meinte Winkelhake, der seine Aussage ausdrücklich nicht als Kritik am Bau des Spielplatzes verstanden wissen wollte. Grundschulleiter Norbert Flei monierte, als unmittelbar Betroffener bislang nicht kontaktiert worden zu sein. Das Grundschulkollegium sei "absolut nicht informiert". "Wir haben nichts gegen die Erweiterung, sind aber gerade im Sommer auf den Platz angewiesen", gab Flei zu verstehen. Rudi Beier konstatierte, selbst von der Aktualität der Situation überrascht worden zu sein. "Der Sponsoreinfluss war mir unbekannt", erklärte der Ortsbürgermeister. Fleis Forderung, im Zuge der Umgestaltung - "wir laufen seit 15 Jahren auf Beton" - eine separate Laufbahn zu errichten, stieß wiederum im Kreis der Lokalpolitiker auf (kritische) Verwunderung. Beier, dessen Stellvertreter Dieter Wilharm-Lohmann und Stadtratsherr Ludwig Pohl gaben zu Protokoll, vom Laufbahnmangel "noch nie etwas gehört" zu haben. Woraufhin Flei zu verstehen gab, stets direkt bei städtischen Stellen vorstellig geworden zu sein, dort indes "nie Grünes Licht" erhalten habe. Pastor Ulrich Hinz erinnerte daran, dass die "Außengelände-Problematik" des Kindergartens seit beinahe einem Jahrzehnt bekannt sei.



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