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Von sechs bis zwölf Jahren / Die erste Gruppe soll in der Kernstadt aufgebaut werden

Kinderfeuerwehr soll den Nachwuchs sichern

Obernkirchen (rnk). Auf seiner letzten Sitzung hat das Stadtkommando der Feuerwehr Obernkirchen beschlossen, eine Kinderfeuerwehr ins Leben zu rufen. Die Kinderabteilung ist für Kinder aus dem Stadtgebiet und den vier Ortsteilen im Alten von sechs bis zwölf Jahren. Allerdings soll versucht werden, Kinder, die das zehnte Lebensjahr beendet haben, zum Eintritt in die Jugendfeuerwehr zu bewegen.

veröffentlicht am 29.05.2008 um 00:00 Uhr

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Um Kosten zu vermeiden, sollten die Kinder dabei von den Eltern selbst zu den Treffen gefahren und auch von dort abgeholt werden. Die Feuerwehrfahrzeuge sollen aus versicherungsrechtlichen gründen nicht eingesetzt werden. Nach Möglichkeit sollen natürlich in allen Ortschaften Ansprechpartner zur Verfügung stehen, aus Sicht der Verwaltung und des Kommandos bieten sich Ortsbrandmeister, Jugendwarte und die Schulklassenbetreuer an, da sie den Eltern oftmals bekannt sind und somit den ersten Anlaufpunkt darstellen können. Die Kinderfeuerwehr soll nicht an die Jugendfeuerwehr angeschlossen werden, sondern als selbstständige Einrichtung neben ihr bestehen, Wettkämpfe sind für die Kindergruppen nicht vorgesehen. Tolle Sache, der richtige Weg: Die Mitglieder des Ausschusses für Ordnungs- und Feuerwehrwesen hielten gestern Nachmittag bei ihrer Sitzung mit Lob für diesen Vorschlag nicht hinter dem berühmten Berg. Dirk Rodenbeck (CDU) verwies auf den Feuerwehr-Bedarfsplan, der regele, was man haben müsse: "Aber wir können ihn nicht erfüllen, weil wir zu wenig Leute haben." Daher sei es eine "absolute Supersache", dass die Wehr von sich aus aktiv werde und selbst daraufhin arbeiten, dass dieses Problem gelöst werde. Er sprach daher ein "dickes Kompliment" aus: "Wir haben die wenigste Arbeit und die meiste Sicherheit." Dass mit diesem Konzept natürlich auch künftige Mitglieder geworben werden sollten, unterstrich Verwaltungsvize Bernhard Watermann. Horst Sassenberg (CDU) schlug vor, bei der Einführung des Ganztagsangebotes doch die Schule und Feuerwehr zu verknüpfen. Der Gedanke habe durchaus seinen Reiz, sekundierte Beate Krantz (CDU): Vereine selbst seien ja Teil der Betreuung, warum nicht auch die Feuerwehr? Da die Gespräche über die Ausgestaltung der Ganztagsangeboten mit der Schule noch laufen, kann das Thema problemlos integriert werden, betonte Watermann. Größeren Raum nahm in der Debatte die Frage ein, wo denn mit der Kinderfeuerwehr begonnen werden soll: Nur in der Kernstadt oder gleich in allen Ortsteilen? Da niemand genau wusste, wie groß das Interesse der Kinder sein wird, wurde sich geeinigt, erst einmal in der Kernstadt eine Gruppe aufzubauen - danach will man weiter sehen. Stadtbrandmeister Rolf Schaper sah es am Schluss so: "Wenn wir mit zehn Leuten anfangen können, ist das schon eine gute Sache." Der weitere Fahrplan: Sobald die Stadt die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen hat, soll - möglichst nach den Herbstferien dieses Jahres - mit der Mitgliederwerbung begonnen werden. Weiterhin sind Elternabende vorgesehen, die Einrichtung der ersten Gruppen soll im Winter erfolgen. Als Richtgröße wird empfohlen, pro fünf Kinder mindestens einen Betreuer einzusetzen.



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