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Erstes "Landesweites Forum Brandschutzerziehung" in Stadthagen / 150 Experten aus Niedersachsen

"Kinder zündeln immer - Verbote nutzlos"

Stadthagen (mw). Der Landesfeuerwehrverband Niedersachsen hat in den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Stadthagen das erste "Landesweite Forum Brandschutzerziehung" ausgerichtet. Rund 150 Brandschutzerzieher aus ganz Niedersachsen haben teilgenommen. In diversen Workshops haben sie am Sonnabend ihr Wissen vertieft und Erfahrungen ausgetauscht.

veröffentlicht am 12.03.2007 um 00:00 Uhr

Auf dem BBS-Schulhof haben Brandschutzexperten unter anderem ein

Rund 1400 ehrenamtliche Brandschutzerzieher der Feuerwehr sind laut Michael Sander, dem Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes, in Niedersachsen aktiv. In den vergangenen 17 Jahren wurde ein "flächendeckendes System" geschaffen, um in Kindergärten und Schulen über die Gefahren von Bränden zu informieren. Mehr als 80 000 Kinder nahmen etwa im Jahr 2005 (der jüngsten Erhebung) an der Brandschutzerziehung teil, berichtete Thomas Reimer, stellvertretender Vorsitzender des Fachausschusses Brandschutzerziehung. Vor deren Einführung seien pro Jahr mehr als 200 Kinder durch Brände ums Leben gekommen. Mittlerweile sei diese Zahl auf 50 bis 60 Todesfälle pro Jahr gesunken. "Kinder werden immer kokeln beziehungsweise zündeln", so Reimer. Mit Verboten komme man nicht weiter. Aufklärungsarbeit sei erforderlich. Der Verband bietet hierfür komplette Unter richts ein heiten in Verbindung mit den Kindergartenerziehern und Lehrern an. "Die Lehrkräfte sind die Fachleute für die Pädagogik, wir für das Feuer." Karla Weißfinger, Vorsitzende des Fachausschusses Brandschutzerziehung, erinnerte daran, dass die Brandschutzerzieher früher Schulklassenbetreuer hießen. Die neue Bezeichnung sei dem Landesfeuerwehrverband vom niedersächsischen Kultusministerium zugestanden worden. Es sei eine Aufwertung dieser verantwortungsvollen Arbeit, schließlich sei der Begriff "Erzieher" geschützt beziehungsweise eine Berufsbezeichnung, die nicht jeder einfach so führen dürfe. Das Kultusministerium habe damit die "ehrenamtliche Arbeit und die ständige Aus- und Weiterbildung anerkannt und honoriert". Auch für Behinderte und Senioren gibt es Programme, wobei sich das an die ältere Generation richtende Angebot "Brandschutzaufklärung" nennt. Informationenüber die Aufklärungsarbeit sind bei der Koordinierungsstelle "Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung" erhältlich. Die Ansprechpartnerin Stefanie Hendler ist unter Telefon (0511) 88 81 12 und per E-Mail unter hendler@lfv-nds.de erreichbar. Unterstützt wird der Landesfeuerwehrverband bei seiner Aufklärungsarbeit durch die VGH, die Öffentliche Versicherung Braunschweig, die Öffentliche Landesbrandkasse Versicherungen Oldenburg und die Ostfriesische landschaftliche Brandkasse.



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