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Wohltätigkeitsprojekt für notleidende Kinder / Mindestens 725 Teilnehmer

Kinder ziehen aus – Sage wird wahr

Coppenbrügge (hen). „Lasst euch entführen“: Dieser Aufruf ergeht am Freitag, 26. Juni, auf den Tag genau 725 Jahre, nachdem der Rattenfänger Hameln mit 130 Kindern verlassen hat. Die Hilfsorganisation „Interhelp“ wiederholt im Rattenfänger-Jubiläumsjahr den Kinderauszug. Zielpunkt ist – wie beim historischen Vorbild – Coppenbrügge. Rund hundert Helfer sorgen in Behrensen und an der Coppenbrügger Burg dafür, dass den Kindern Speisen und Getränke angeboten werden. Und dass es ein fröhlicher Auszug wird, denn die Großveranstaltung ist zugleich ein Wohltätigkeitsprojekt für notleidende Kinder, bei dem über Wettpartner Geld gesammelt wird.

veröffentlicht am 16.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 23.10.2009 um 14:18 Uhr

Mindestens 725 Kinder sollen beim Kinderauszug mitgehen, der im Jubiläumsjahr wiederholt wird und in Coppenbrügge endet.

Coppenbrügge (hen). „Lasst euch entführen“: Dieser Aufruf ergeht am Freitag, 26. Juni, auf den Tag genau 725 Jahre, nachdem der Rattenfänger Hameln mit 130 Kindern verlassen hat. Die Hilfsorganisation „Interhelp“ wiederholt im Rattenfänger-Jubiläumsjahr den Kinderauszug. Zielpunkt ist – wie beim historischen Vorbild – Coppenbrügge. Rund hundert Helfer sorgen in Behrensen und an der Coppenbrügger Burg dafür, dass den Kindern Speisen und Getränke angeboten werden. Und dass es ein fröhlicher Auszug wird, denn die Großveranstaltung ist zugleich ein Wohltätigkeitsprojekt für notleidende Kinder, bei dem über Wettpartner Geld gesammelt wird. Dabei gibt es neben den Wettpaten auch die Möglichkeit, dass sich die Kinder selbst ihre „Sponsoren“ suchen, Vater, Mutter, Oma oder Opa einen Euro für jeden gelaufenen Kilometer spendieren.

Mindestens 725 Kinder sollen mitgehen – „das müssen wir schaffen“, sagt Gerald Mehrtens, Sprecher des Festausschusses Coppenbrügge: „Dafür mache ich viel Werbung“, sagt er im Vorfeld. Die Schlossstraße wird an diesem Tag von etwa 11.30 bis 22 Uhr voll gesperrt sein – hier werden auch Bus-Shuttles zur Verfügung gestellt für die Rückfahrt und Ankunft (denn die Kinder müssen freilich nicht die gesamte Strecke mitlaufen).

Die Teilnehmer werden gegen 16.30 Uhr in Coppenbrügge erwartet. Zuvor konnten sie sich bereits in Behrensen stärken – die Reservistenkameradschaft Brünnighausen serviert dort – gegen einen geringen Unkostenbeitrag – Nudeln. Von Behrensen aus bietet ein Mahnfeuer am Felsenkeller schon von weitem sichtbare Orientierung. Am Freibad und Schützenhaus werden zur Überbrückung von möglichen Wartezeiten Vereine vertreten sein, Süßes und Spiele anbieten. „Das Freibad ist Sammelplatz, bevor es zur Burganlage weitergeht“, sagt Mehrtens.

Willkommen geheißen werden die Teilnehmer von Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka und von Gernot Hüsam, dem langjährigen Museumsleiter, der auch etwas über die Sagen und Geschichten erzählen wird. Eine Ausstellung im Burgtunnel beschäftigt sich ebenfalls mit den Sagen und Göttern verschiedener Dörfer am Ith. Das Museum öffnet kostenlos seine Tore. Verkehrs- und Verschönerungsverein, Heimatbund Bisperode, die Behrenser und Bessinger Vereine wie der MTV, DLRG, die DRK-Tanzgruppe mit Kindertänzen in Trachten – sie alle sind mit auf den Beinen. Stadtwerke und Wesergold bieten Glücksraddrehen und einen Luftballonwettbewerb. Das Spiele-Projekt „Hamelner Ratzentanz“ soll zudem vorgestellt werden – außerdem werden einige der Brettspiele verlost.

Die Westerndancers aus Herkensen bieten Hufeisen-, Lasso- und Kaktuswerfen. Auch vor der Burg wird es Speisen und Getränke geben: Die Reservistenkameradschaft Brünnighausen serviert Ith-Braten, der Campingverein baut einen Grillstand auf, der Kindergarten backt Kuchen, die Dorfgemeinschaft Dörpe bietet Wein und Käse an. Auch für die großen Gäste soll gesorgt sein. Denn – anders als nach der Legende – sollen die Kinder wieder wohlbehalten zurückkehren, und die Coppenbrügger den Abend vor der Burg ausklingen lassen.



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