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Alarmierende Ergebnisse bei Tempomessungen: Fast 73 Prozent fahren auf der B 65 zu schnell

Kinder und Fußgänger haben keine Chance

Gelldorf (sig). An die 72,8 Prozent der Autofahrer halten auf der Bundesstraße 65 die vorgegebene Geschwindigkeit nicht ein. Stadtkämmerer Wolfgang Seele konfrontierte den Gelldorfer Ortsrat mit den Zahlen von Tempomessungen, die im Zeitraum zwischen Mai bis Oktober vorgenommen wurden.

veröffentlicht am 28.11.2008 um 00:00 Uhr

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Diese Kontrollen erfolgten an insgesamt sieben Stellen innerhalb der Ortschaft. Die schlechtesten Werte gab es erwartungsgemäß auf der Bundesstraße 65 und im unteren Bereich der Langen Straße. Auch auf der Dorfstraße wird häufig viel zu schnell gefahren. Zum größten Teil trifft das auf die Autos zu, die aus Richtung Echtorf in den Ort kommen. Vor dem Hofcafé Eggelmann halten immerhin noch 57,1 Prozent der Fahrer nicht Tempo 50 ein. Der Schnellste rauschte mit 93 Stundenkilometern heran. Fußgänger und vor allem spielende Kinder hätten da kaum eine Chance. In Höhe der Kreuzung nach Südhorsten, wo das Durchschnittstempo 42 Kilometer beträgt, erzielte ein Raser den Spitzenwert von 102. In diesem Bereich lagen die Überschreitungen bei 19,2 Prozent. Auf der Bundesstraße 65 wurde sogar dreimal so schnell gefahren, wie es die Straßenverkehrsordnung für Ortsdurchfahrten erlaubt. Die Maximalgeschwindigkeit von 150 erreichte ein Auto, das aus Richtung Stadthagen kam und vor dem Haus Nr. 4 gemessen wurde. An dieser Stelle halten sich nahezu drei von vier Fahrzeugen nicht an Tempo 50. Vor dem Haus Nr. 9 sind immerhin noch 61 Prozent der aus Richtung Bückeburg kommenden Wagen zu schnell. Im unteren Teil der Langen Straße ignorieren über 65 Prozent, dass sie sich noch im Ortsbereich befinden. Sogar auf dem Gelldorfer Weg, auf dem Tempo 30 zugelassen ist, erreichte ein Fahrzeug in Höhe der Firma Mühlmeister fast die vierfache Geschwindigkeit Das sind deprimierende Werte, die zum Handeln auffordern. So empfanden es jedenfalls die Mitglieder des Ortsrates bei ihrer Sitzung im Hofcafé Eggelmann. Ortsbürgermeister Andreas Hofmann: "Das bestätigt unsere Beobachtungen und unsere Sorgen. Wir haben nicht umsonst die Anschaffung eines Tempomessgerätes initiiert, das an wechselnden Stellen aufgestellt werden kann." Mit Stadtkämmerer Wolfgang Seele wurde vereinbart, dass die Ergebnisse der Messungen, die jeweils im Zeitraum von sieben bis neun Tagen vorgenommen wurden, an die Polizei und an das Straßenverkehrsamt des Landskreises weitergeleitet werden. Der Ortsrat erwartet nun, dass die Unbelehrbaren unter den Autofahrern durch polizeiliche Maßnahmen auch zur Verantwortung gezogen werden.



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