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Bauarbeiten an Grundschule bringen Einschränkungen mit sich

Kinder sollen den Lärm ertragen

Rodenberg (bab). Die Grundschule in Rodenberg leidet unter den Bauarbeiten des Landkreises. Dessen Vertreter sagten zu, so viele Arbeiten wie möglich in den Ferienzeiten abzuschließen. Doch bei einem Projekt dieses Ausmaßes ließen sich Störungen während des Unterrichts nicht vermeiden.

veröffentlicht am 22.11.2008 um 00:00 Uhr

Im neuen Anbau entstehen drei Klassenräume für die Förderschule

"Die Schüler verstehen ihr eigenes Wort nicht", klagte die Leiterin der Julius-Rodenberg Schule, Brigitta Doering, bei der Sitzung des Schulausschusses. Die Konzentrationsfähigkeit leide sehr, gerade Grundschüler seien sehr leicht abzulenken. "Die Ferien sind leider viel zu kurz", entschuldigte Fritz Klebe, Hochbauamtsleiter beim Landkreis. Bestimmte Arbeiten seien intensiv und der Kreis sei auf etwas Toleranz angewiesen. Auch bei anderen Schulumbauten gebe es Einschränkungen. Marlies Berndt-Büschen (FDP), Lehrerin im Trakt für die fünften und sechsten Klassen, kritisiere, dass der lärmintensive Durchbruch für den Fahrstuhl am Vormittag passiert sei. Weiter bemängelte Doering die unzureichenden Absperrungen der ausführenden Firmen. Sie sei in jeder Pause unterwegs und kontrolliere, ob die Bauzäune geschlossen seien. "Dann müssen Sie Mitarbeiter auf die Baustelle schicken", forderte Elternratsvertreter Lutz Miettinen die Kreisverwaltung auf. "Es kann nicht sein, dass Frau Doering hier durch die Gegend läuft und gucken muss." Die Schulleiterin schlug vor, die Zeiten mit den bauausführenden Firmen besser abzusprechen. Rodenbergs Bauamtsleiter Jörg Döpke zweifelt, dass sich die Firmen an Absprachen halten würden. "Das ist schwierig", war seine Einschätzung. Die Kreisverwaltung hat die Umbauten im historischen Kerngebäude deshalb für die Ferien vorgesehen. Aufgrund von Brandschutzrichtlinien muss das Dachgeschoss umgebaut werden. Der neue Anbau im Süden der Schule, wo für die Förderschule "Schule am Deister" drei neue Klassenräume entstehen, liege fast im Zeitplan, meinte Klebe. Das Gebäude wurde dem Stil des angrenzenden Teils angepasst und wird von außen noch mit Wärmedämmung versehen. Ein "flach geneigtes Dach" bildet den Abschluss. Peter Friedrichkeit (SPD) wollte wissen, ob sich zum Planungsstand aus der vorhergehenden Sitzung etwas verändert hat. "Wir haben alle Fragen schriftlich beantwortet", sagte Klebe, "wesentliche Dinge sind nicht verändert worden." Wie es mit dem Zeitplan aussehe, wollte Friedrichkeit zudem wissen. "Das Schulzentrum ist weiter als wir dachten", so Klebe. Die Klassen aus dem Grundschulgebäude könnten also bald umziehen und die übrigen Räume frühzeitig hergerichtet werden. Als "überraschend" bezeichnete Friedrichkeit den Plan der Kreisverwaltung, die Hausmeisterwohnung der "Schule am Deister" zuzuschlagen. Kreisschulamtsleiter Friedrich-Wilhelm Dehne gab an, die Wohnung werde für den Bereich "lebenspraktische Erfahrungen" benötigt. Dem Hausmeister werde gekündigt. Generell würde der Landkreis Hausmeister nicht mehr zu Dienstwohnungen verpflichten.

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