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Christliche Immanuel-Schule führt als erste Schule in Schaumburg die "Offene Eingangsstufe" ein

Kinder helfen Kindern - und lernen so selbst

Bückeburg (jp). Als erste Schule im Landkreis Schaumburg wird die freie christliche Immanuel-Schule Bückeburg die "Offene Eingangsstufe" einführen.

veröffentlicht am 14.05.2007 um 00:00 Uhr

So kuschelig kann Schule sein: Im "Streichelzoo" ist beim "Tag d

Dieses pädagogische Konzept für die ersten beiden Grundschulklassen soll ab dem Schuljahr 2007/2008 an der privaten Bückeburger Grundschule umgesetzt werden. Die Informationen über die neue Unterrichtskonzeption standen im Mittelpunkt des diesjährigen "Tages der offenen Tür", zu dem Schüler, Eltern,Lehrer und Förderverein in die Schulräumlichkeiten an der Hermannstraße eingeladen hatten. Das Gesetz zur Weiterentwicklung des Schulwesens (Niedersächsisches Schulgesetz) ermöglicht es den Grundschulen seit Beginn des Schuljahres 2003/2004, den 1. und 2. Schuljahrgang als pädagogische Einheit (Eingangsstufe) mit jahrgangsübergreifenden Lerngruppen zu führen. Schülerinnen und Schüler besuchen die Eingangsstufe in der Regel zwei Jahre. Lernstarke Kinder können aber auch bereits nach einem Jahr in die dritte Klasse wechseln. Kinder, die mehr Zeit zum Lernen brauchen, bleiben bis zu drei Jahren in der Eingangstufe. "Diese Eingangstufe ist eine Erweiterung des pädagogischen Konzept, das wir schon länger in unseren ersten beiden Klassen fahren", erklärte Uta Kneller, Vorstandsmitglied des Trägervereins der Immanuel-Schule. "Bei uns wurde immer schon differenziert und sehr genau darauf geachtet, dass Kinder nicht "gleichschrittig" lernen, sondern dass lernschwächere Kinder besonders gefördert werden. Lücken werden durch Förderunterricht abgefangen." Einen besonderen, positiven Effekt sieht Uta Kneller in der Möglichkeit, dass im Rahmen der Eingangsstufe Zweitklässler Erstklässlern etwas erklären können. "Dadurch bekommen auch lernschwächere Kinder die Möglichkeit, anderen Kindern etwas zu zeigen und gelangen dadurch selbst zu positiven Lernerfahrungen." Auch könne der Unterricht in den Lerngruppen der Eingangsstufe noch individueller auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten werden. Termin: Am 5. Juni und am 12. Juni wird es jeweils um 20 Uhr noch einmal gesonderte Informationsveranstaltungen an der Immanuel-Schule zur offenen Eingangsstufe geben. Die Immanuel-Schule Bückeburg wurde im August 2000 als erste christliche Privatschule des Landkreises Schaumburg gegründet. Der Unterricht in den Räumlichkeiten der ehemaligen britischen Schule begann damals mit zwölf Schülern. Inzwischen arbeitet die in privater Trägerschaft befindliche Einrichtung als vollständige einzügige Grundschule und besitzt seit 2003 den Status als staatlich anerkannte private Ersatzschule gemäß niedersächsischem Schulgesetz. Zur Zeit werden dort 65 Schüler von sieben Lehrern unterrichtet. Das Schulgeld ist nach Einkommen der Eltern sozial gestaffelt. "Viele Eltern schrecken vor der Aussicht zurück, Schulgeld bezahlen zu müssen", so Uta Kneller. "Wir empfehlen aber bei Interesse in jedem Fall, mit der Schule das Gespräch zu suchen." Im Rahmen des "Tages der offenen Tür" hatten Eltern, Schüler und Förderverein ein buntes und unterhaltsames Programm vorbereitet. Bei einer Tombola gab es zahlreiche attraktive Preise zu gewinnen, die von mehreren Firmen aus der Umgebung gesponsert worden waren. Während die Eltern im Rahmen des Tages der offenen Tür einen großen Flohmarkt in der Turnhalle sowie ein umfangreiches Kuchenbüfett vorbereitet hatten, konnten sich die jüngsten Besucher bei einem Streichelzoo sowie beim Kinderschminken vergnügen.



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