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Schützen beteiligen sich an der ARD-Aktion "Kinder sind Zukunft"

Kinder greifen zu Pfeil und Bogen

Die Kinder zeigen vor allem am Bogenschießen Interesse. Manch einer wie Christopher Rohlfs (M.) zeigt großes Talent. Eine Sparte in Rodenberg gibt es indes nicht. Foto: ede Rodenberg (ede). Zehn Jugendliche schießen derzeit im Rodenberger Schützenverein - keine schlechte Zahl, verglichen mit denen anderer Vereine, die sich immer öfter vergeblich um den begehrten Nachwuchs bemühen. Doch nicht einmal ein Dutzend Jugendliche im Verein zu haben, könne nicht wirklich zufrieden stellen, sagt Marcel Ihrig, Schießsportleiter im Rodenberger Verein.

veröffentlicht am 17.04.2007 um 00:00 Uhr

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Schnupperaktionen etwa im Rahmen der Rowoki ("Rodenberger Woche des Kindes") haben bislang kaum etwas gebracht. Und auch die Tatsache, dass sich unter den Jugendlichen wahre Talente befinden, wie die 13-jährige Patricia Piepjohn, die - obwohl sie erst seit drei Jahren im Verein ist - bereits Landesmeisterin im Schießen mit dem Luftgewehr Freihand ist, haben sich für den Verein zumindest im Hinblick auf die Mitgliederstatistik nicht ausgewirkt. Am Sonnabend unternahmen die Rodenberger einen neuen Anlauf. Sie boten im Rahmen der ARD-Aktion "Kinder sind Zukunft" allen Mädchen und Jungen einen Tag lang die Möglichkeit, den Verein näher kennen zu lernen. Wer wollte und mindestens zwölf Jahre alt war, durfte sich in Begleitung eines Elternteils im Luftgewehrschießen versuchen oder aber den Jugendlichen beim Rundenwettkampf zuschauen. Gut 20 Jungen und Mädchen dürften es gewesen sein, die die Chance nutzten - für Ihrig ein Zuspruch, mit dem er in etwa gerechnet hat. "Wir sind insgesamt zufrieden", sagte er. Manch einer probierte alles aus, was möglich war. Der zwölfjährige Christopher Rohlfs aus Rodenberg erfuhr zufällig von der Aktion und war schlicht begeistert. Allerdings zeigte der Junge mehr Interesse am Bogenschießen, das der Bogensportverein aus Stadthagen an dem Tag zusätzlich anbot. "Das macht mehr Spaß", sagte Christopher, der eigenen Aussagen nach bereits im Urlaub mehrmals geschossen hat und sich am Sonnabend derart geschickt anstellte, dass Dirk Bövers ganz begeistert war: "Der könnte gleich anfangen", freute sich der Bogenschütze aus Stadthagen über das Talent des Jungen. Allerdings: Für Rodenberg ist es für eine Bogensparte noch zu früh, wie Ihrig erklärte. Vor allem an geeigneten Räumen fehle es, sagte der Schießsportleiter. Attraktiv wäre eine solche Abteilung indes schon, nicht zuletzt weil es im Kreissschützenverband Schaumburg gerade fünf Vereine gibt, die Bogenschießen anbieten. Schon Siebenjährige können laut Bövers am Bogenschießen teilnehmen. Eine Altersbegrenzung gebe es praktisch nicht. Und gerade darin sieht der Schütze einen großen Vorteil des Bogensports. Denn bevor die Kinder das Mindestalter für das Schießen mit dem Luftgewehr erreicht haben, sind sie oft schon an andere Vereine gebunden.



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