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Beim Umgang mit Spiritus und heißer Asche lauern Gefahren

Kind beim Grillen schwer verletzt

Petershagen/Lahde. Ein 11-Jähriger aus Petershagen ist durch eine Stichflamme beim Grillen verletzt worden.

veröffentlicht am 12.05.2006 um 00:00 Uhr

Nach ersten Ermittlungen der Polizei hatte ein 30 Jahre alter Mann hinter dem Haus den Grill mit Spiritus angezündet. Da die Holzkohle nicht ausreichend glühte, goss er mehrfach Spiritus auf die heißen Kohlen. Dadurch entzündete sich der Spiritus und es kam zu einer größeren Stichflamme. Die Kleidung des in der Nähe stehenden Kindes geriet sofort in Brand. Der 30-Jährige riss die Kleidung vom Körper des Jungen und erstickte die Flammen. Dabei zog er sich ebenfalls Brandverletzungen zu. Nach einer ersten Versorgung durch die Notärztin kamen beide mit einem Rettungswagen des DRK Lahde ins Klinikum nach Minden. Der 30-Jährige konnte nach ambulanter Behandlung entlassen werden, das Kind erlitt Verbrennungen zweiten Grades im Bauchbereich. Da jedes Jahr Unfälle dieser Art passieren, warnen Feuerwehr und Polizei noch einmal ausdrücklich davor, unter keinen Umständen Spiritus in offenes Feuer oder heiße Kohlen zu gießen. Grundsätzlich sollten Grillanzünder in fester Form verwendet werden, insbesondere ist auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu achten. Dass beim Grillen noch weitere Gefahren lauern, zeigt ein Brand in Lahde. Hier war die restliche Asche vom Grillabend zuvor in die Mülltonne geschüttet worden. Da die Asche noch nicht ausreichend abgekühlt war, entzündete sich der Müll in der Tonne. Das schnell größer werdende Feuer griff auf zwei Tannen eines Nachbargrundstückes über. Da der Brand sofort bemerkt wurde, konnten mittels Feuerlöscher und Wasser die Flammen schnell gelöscht werden. Die zwischenzeitlich verständigte Feuerwehr Lahde brauchte nicht mehr einzugreifen. Außer an der Mülltonne entstand zum Glück kein weiterer Schaden.

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