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Norwegerinüberzeugt mit Gitarren- und Gesangszauber in der Katharinen-Kirche bei "Musik im Sonnenschein"

Kerstin Blodigöffnet ein prall gefülltes Schatzkästlein

Kathrinhagen (dis). Leckerbissen spezieller Art hat Akustik-Gitarristin und Sängerin Kerstin Blodig zum Pfingstfest vor einer erfreulich großen Zuhörerschar in der Katharinen-Kirche serviert: Die gebürtige Norwegerin wartete in der Reihe "Musik im Kerzenschein/Sonnenschein" mit Werken auf, in denen Trolle, Elfen sowie gruselige und fröhliche Balladen keine unerheblicheRolle spielten.

veröffentlicht am 14.05.2008 um 00:00 Uhr

Angenehmes Futter für die Gehörgänge: Kerstin Blodig. Foto: rnk

Die sympathische Künstlerin schlug mit ihren bisweilen von der Handtrommel umrahmten Liedern, denen sie anschauliche Erklärungen vorausschickte, Brücken zwischen Generationen und Kulturen und fütterte die Gehörgänge zwei Stunden lang aufs Angenehmste. Die Neugier im sehr gut besetzten Gotteshaus war fix geweckt. Rhythmisch geklopfte Tänze nebst gesungener Melodie, mit wohlklingendem Organ gebrachte Geschichten von Unterirdischen, einer Bergriesin, der Zauberformel für Sonnenschein oder dem vieldeutigen Lied der übergroßen Krähe gewährten Einblicke ins prall gefüllte Schatzkästlein einer auch auf der Mandoline fingerfertigen Solistin. Diese schaffte es, ihre Zuhörer in eine reizvoll-eigenwillig gebotene Version vom Kuckuck, der auf dem Baume saß, miteinstimmen zu lassen. Nach einer kurzen Pause entlockte der gewinnend natürliche, redegewandte Gast aus dem hohen Norden den sechs, beziehungsweise acht Saiten seiner Instrumente im eher stilleren "Lasst uns tanzen und nicht traurig sein" und dem Schlaflied für den kleinen Milo souverän und leichthändig Ausdrucksfülle. Nicht nur in den folgenden spannungsreichen skandinavischen Balladen mit und ohne Happyend beschlich einen das Gefühl, die Töne kämen aus der Tiefe der Seele. Kerstin Blodig konnte nämlich mit Instrument und Stimme lachen, sprechen und stimmungsgenau schweigen. Letzteres tat sie allerdings keineswegs, als sie von ihrer lustigen volksmusikalischen NDR- Reise durch den Harz zur norwegischen Stabkirche nach Hahnenklee mit Achim Reichel plauderte. Als Dankeschön für den kräftigen Beifall gab es zum Finale noch einen Frühlingspsalm aus Schweden, den die Expertin "dranhängte", da der Applaus ihrer Meinung nach in der Katharinen-Kirche besonders gut aufgehoben sei.



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