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Aktion Sorgenkröte des Nabu: Messingsberg wichtiges Schutzgebiet

"Keinesfalls weiter eingreifen"

Rinteln (rd). Auch in diesem Jahr hat sich die Nabu-Gruppe Rinteln dem Schutz der Amphibienarten gewidmet und den Krötenzaun entlang der Landesstraße 442 an der Arensburg aufgestellt. Zahlreiche engagierte Helfer haben täglich in den Morgenstunden die Eimer kontrolliert und die Tiere sicher über die stark befahrene Straße zu den Laichgewässern befördert.

veröffentlicht am 30.04.2007 um 00:00 Uhr

Das Gebiet ist wegen seiner Artenvielfalt von besonderer Bedeutung: Zehn Amphibien- und zwei Reptilienarten sind hier zu Hause. Die Tiere halten sich rund um den Messingsberg auf und müssen auf ihrer Laichwanderung zu den Hexenteichen im Park der Arensburg die Landesstraße überqueren. Unter anderem wurden von den Naturschützern zahlreiche Erdkröten, Kammmolche, Teichmolche, Bergmolche, Fadenmolche und sogar ein Feuersalamander gezählt. "Dies macht diese Wegstrecke der Amphibien so interessant, da einige dieser Arten in unserer Region höchst selten vorkommen, wie etwa der Kammmolch", weiß Nick Büscher, 1. Vorsitzender der Nabu-Gruppe Rinteln. Sowohl bei den Hexenteichen als auch beim viel umstrittenen Messingsberg handle es sich um wertvolle und schützenswerte Lebensräume, die unter einen erhöhten Schutz zu dessen Erhaltung gestellt werden müssten. "Keinesfalls sollte man darüber nachdenken, in diese empfindlichen Gebiete weiter einzugreifen", betont Büscher angesichts der Diskussion um die Teillöschung des Landschaftsschutzgebietes amMessingsberg.



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