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Desolater Zustand der Hobbenser Ortsdurchfahrt soll beendet werden / 330 000 Euro Kosten

"Keiner hat geglaubt, dass die was machen"

Hobbensen (mw). Für die Hobbenser Bürger bahnt sich ein Ende des desolaten Zustandes der durch den Ort führenden Stemmer Straße an. Bereits Ende 2007 sind die Anwohner in einer von der Stadt Stadthagen ausgerichteten Bürgerversammlung über die für das zweite Halbjahr 2008 geplante Straßensanierung informiert worden. Ob das Versprechen tatsächlich eingelöst wird, daran hat manch einer der Anlieger indes noch Zweifel.

veröffentlicht am 18.03.2008 um 00:00 Uhr

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Holperig, von Teerflickenübersät und bei Regenwetter von riesigen, tiefen Pfützen gesäumt - so präsentiert sich der durch Hobbensen führende Abschnitt der Stemmer Straße bereits seit vielen Jahren. Zudem fehlt ein Gehweg. Als verkehrssichernde Maßnahme wurden vor einiger Zeit drei Warnbaken im Innenbereich einer unübersichtlichen Kurve aufgestellt. Für die Anwohner ist die Stemmer Straße bereits seit langem ein Dorn im Auge. Als "Katastrophe" bezeichnet etwa Marlies Rinne den Zustand. Seit mehr als 20 Jahren wählen die Kinder des Ortes einen mittlerweile entstandenen Trampelpfad über ihr Grundstück, um nicht entlang der Straße durch die Kurve gehen zu müssen. "Katastrophal" - bei Regen sei die Straße zudem "mehr oder weniger ein See", schimpft auch Carina Ludwig. Und Claudia Baumhof berichtet, dass der Ort von ihren Bekannten bereits als "Hoppelsen" verspottet worden ist. Die Stemmer Straße noch in diesem Jahr in der Zeit von Juli bis Dezember ausgebaut werden, bestätigt Fritz Wehling, der Hauptamtsleiter der Stadt Stadthagen. Das Konzept: Die Straße bekommt eine neue Fahrbahndecke, beiderseits Gossen, auf der Nordseite einen eineinhalb Meter breiten Gehweg und eine Querungshilfe. Darüber hinaus sollen der Regenwasser- und Schmutzwasserkanal saniert beziehungsweise neu verlegt werden. Die Gas- und Wasserleitungen werden ebenfalls erneuert. Für die Anlieger könnten dabei Kosten wegen neuer Regenwasserhausanschlüsse anfallen. "Hauptakteur bei dieser Maßnahme ist die Stadt Stadthagen", die etwa die Planung fortführt und die Ausschreibungen tätigt, erläutert Uta Weiner-Kohl, die Stellvertretende Amtsleiterin der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr/Geschäftsbereich Hameln. Die Gesamtkosten für die Sanierung beziffert Wehling auf rund 330 000 Euro, wovon die Stadt Stadthagen 160 000 Euro trägt. Den anderen Teil übernimmt das Land Niedersachsen, da die Stemmer Straße eine Landesstraße (L 446) ist. "Da hat keiner dran geglaubt, dass die wirklich was machen", freut sich Marlies Rinneüber die Ausbaupläne. Zusätzlich wäre aber auch eine Tempo 30-Zone sinnvoll, meint deren Ehemann Wolfgang Rinne. "Solange, wie da nicht die Bagger stehen und die Straße aufreißen, glaube ich da nicht dran", zeigt sich indes Holger Ludwig skeptisch. Bereits 1988 habe er mit seiner Frau das Haus an der Stemmer Straße gebaut, "seitdem warten wir darauf, das die Straße ausgebaut wird." Wenn es so kommt, dann sollte der Verkehr zudem durch eine bauliche Maßnahme beruhigt werden. "Ich bin gespannt, ob's wirklich angeht", übt auch der Anwohner Michael Gollmer-Baumhof Zurückhaltung.



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