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Stadt gedenkt Freiherrr von Plettenbergs

Keinen Nährboden für rechtsradikales Gedankengut bieten

Bückeburg (rc). Gedenken an die Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus des 20. Juli 1944: An der Gedenktafel für Kurt Freiherr von Plettenberg an der Hof-Apotheke legten Vertreter der Stadt und des öffentlichen Lebens einen Kranz nieder und gedachten des Bückeburgers. Den Kranz legten der stellvertretende Bürgermeister Horst Schwarze und Realschulrektorin Christiane Marx nieder.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 09:57 Uhr

Freiherr von Plettenberg

Der ehemalige Chef der Hofkammer und spätere Generalbevollmächtigte des preußischen Königshauses gehörte mit zum Kreis um Claus Schenk Graf von Stauffenberg und war als enger Vertrauter von Anfang an in die Umsturzpläne eingeweiht. Um unter Folter die Namen der Gleichgesinnten nicht zu verraten, stürzte sich Plettenberg am 10. März 1945 aus einem Fenster des Reichssicherheitshauptamtes in den Tod. Er wurde am 31. Januar 1891 in der Hof-Apotheke geboren. In einer kurzen Ansprache mahnte der stellvertretende Bürgermeister Horst Schwarze, dass alles getan werden müsse, damit Deutschland nie wieder Nährboden für rechtsradikales Gedankengut biete, nie wieder Schrecken und Elend in der Welt verbreiten könne. "Wir müssen präventiv eingreifen und vor allem unseren jungen Bürgern erklären, was damals passiert ist." Plettenberg sei ein besonderer Bürger der Stadt. Die Aufdeckung der Umsturzpläne habe er nur um ein dreiviertel Jahr überlebt: "Er stürzte sich aus dem Fenster, um unter Folter die Namen seiner Freunde nicht verraten zu müssen."

Gedenken an den Widerstandskämpfer Kurt Freiherr von Plettenberg
  • Gedenken an den Widerstandskämpfer Kurt Freiherr von Plettenberg: Im Namen der Stadt legten die Rektorin der Herderschule, Christiane Marx, und der stellvertretende Bürgermeister Horst Schwarze einen Kranz vor der Gedenktafel an der Hof-Apotheke nieder. Foto rc

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