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Widerstand gegen Ansiedlung in der Grube Bergmannsglück wächst / Bürgerversammlung am 17. Januar

"Keine Sprengfabrik am Papenbrink!"

Kleinenbremen (ly). Der Widerstand gegen weitere Sprengungen eines auswärtigen Unternehmens und dessen geplante Ansiedlung in der Kleinenbremer Barbara-Grube Bergmannsglück nimmt zu. Anwohner haben Unterschriften gesammelt, und der SPD-Ortsverein ruft für kommenden Donnerstag, 17. Januar, zu einer Bürgerversammlung in der Gaststätte "Zur schönen Aussicht" auf.

veröffentlicht am 15.01.2008 um 00:00 Uhr

Das Endprodukt: Durch unterirdische Sprengungen in der Grube Ber

Von 18 Uhr an sollen dort unter anderem Filmaufnahmen gezeigt werden, welche die Sozialdemokraten vor Ort von Anwohnern im hessischen Dillenburg-Oberscheld bekommen haben, wo Dyna Energetics bereits einenähnlichen Betrieb hat. Außerdem sind Fotos sowie Berichte der örtlichen Presse zu sehen. In der Grube Bergmannsglück, gelegen im früheren Steinbruch Schiewe, will die expandierende Firma als Pächterin der Barbara Erzbergbau GmbH nun ebenfalls durch unterirdische Sprengungen Metalle verbinden.Sprengplattierung nennt man das. Nach ihrer Rückkehr aus Dillenburg hatte die SPD-Delegation über "schwerste Beeinträchtigungen der Anwohner, durch schädliche Stäube zerstörten Wald, vulkanartige Staubfontänen sowie ein zersprengtes Bergmassiv" berichtet. "Keine Sprengfabrik am Papenbrink!", fordern die Initiatoren der Bürgerversammlung jetzt. Bereits am selben Abend soll über die Gründung einer Bürgerinitiative gesprochen werden. Eine Interessengemeinschaft gibt es bereits. Und die hat Dyna Energetics kürzlich einen geharnischten Brief geschrieben. Darin wird das Unternehmen aufgefordert, "weitere Sprengversuche zu unterlassen und von einer Ansiedlung in der Grube Abstand zu nehmen". Unterzeichnet ist das Schreiben von Michael Gronau, Andreas Meyne und Otto Wieschemann. Alle drei wohnen am Everdingsbrink, nur etwa 250 Meter von der Grube entfernt. Beigefügt ist eine Unterschriftenliste gegen weitere Sprengungen: 120 Portaner erteilen den Plänen eine Absage. Der Text lässt an Deutlichkeit keine Wünsche offen. "Wir haben genug . . .", beginnen die genervten Verfasser und zählen auf wovon: "Belastungen, verängstigte Kinder, finanzielle Einbußen." Im Detail: "Mensch und Immobilie haben genug Belastungen ertragen müssen, hervorgerufen durch Sprengarbeiten der Firma Barbara Erzbergbau zur Vorbereitung der Aufbereitungskammern für Dyna Energetics", heißt es. Bereits jetzt würden Kinder durch Sprenglärm und Erschütterungen in ihrer normalen Entwicklung gestört. "Wir nehmen nicht hin, wenn unsere Kinder beim Spielen derart aufgeschreckt werden, dass sie verängstigt ins Haus laufen müssen." Darüber hinaus, so schreiben die Anwohner weiter, sei ihnen bekannt, dass die Ansiedlung von Dyna Energetics den Verkehrswert ihrer Immobilien "durch die erheblichen Emissionsbelastungen schmerzlich verringert". Deshalb wollen sie die Firma nun an deren Versprechen erinnern und zitieren das Unternehmen mit dem Satz: "Mit Sicherheit werden wir nicht investieren, wenn aus der Umgebung Widerstände kommen." Zu ersten Versuchen mit maximal 50 Kilogramm Sprengstoff war es im November gekommen. Nach parallel durchgeführten Messungen hatte sich Dyna Energetics zuversichtlich gezeigt. In Bevölkerung und Politik jedoch nahm die Kritik deutlich zu. Eine zweite Testreihe mit voraussichtlich bis zu 500 Kilo war zunächst für Januar angekündigt. Im laufenden Betrieb würde zum Teil eine Tonne Sprengstoff pro Explosion gezündet.



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