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Ortsrat Hohenrode stimmt Rasengräbern zu / Nur Strücken im Dorfwettbewerb

Keine Obstbäume an Landesstraßen - weil Früchte eine Gefahr darstellen

Hohenrode (clb). Rasengräber auch für Hohenrode und Strücken? Das können sich die Mitglieder des Ortsrates durchaus vorstellen - und haben deshalb in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig der entsprechenden Satzung zugestimmt.

veröffentlicht am 20.09.2008 um 00:00 Uhr

Falls sich die anderen Rintelner Ortsteile und der Stadtrat ebenfalls für die Einrichtung dieser Bestattungsform aussprechen, werden künftig nicht mehr die Angehörigen für die Grabpflege zuständig sein, sondern die Stadt selber. Rasenbestattungen können sowohl auf "normalem Wege" als auch durch Urnenbeisetzungen erfolgen. Diese Gräber werden statt mit einem traditionellen Grabstein mit einheitlichen, ebenerdigen Messingplatten versehen. Da der Pflegeaufwand erheblich geringer ist - die Stadt mäht das Gras, beseitigt Unkraut und sorgt für einen ordentlichen Zustand des Grabes - sind die Kosten eines Rasengrabes deutlich geringer als bei einem sogenannten "Wahlgrab". In den Augen der Ortsratmitglieder eine "sinnvolle Einrichtung" - speziell im Hinblick auf die sich wandelnde Bestattungskultur. "Unser Dorf hat Zukunft" heißt der 23. Landeswettbewerb, zu dem auch Hohenrode und Strücken eingeladen sind, teilzunehmen. Strücken ja, Hohenrode vorerst nein - hieß es einstimmig aus den Reihen der Ortsratsmitglieder. Den Hintergrund erläuterte Ortsbürgermeister Helmut Dörjes: "Die Ortschaften, die noch im Dorferneuerungsprogramm sind, hinken bei der Bewertung leider oft nach." Deshalb halte er es für sinnvoller, vorerst abzuwarten, bis sämtliche Maßnahmen in Hohenrode abgeschlossen sind und sich dann in drei oder vier Jahren zu bewerben. Für Strücken werden jetzt die entsprechenden Ausschreibungsunterlagen angefordert. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aus Hameln hat im Frühsommer an der Landesstraße am Hohenroder Ortsausgang Linden angepflanzt - die Ortsratsmitglieder wünschten sich jedoch Obstbäume. Bei der Sitzung hatte die Verwaltung eine eher nüchterne Nachricht für die Anwesenden: Wegen der Gefahr, die herabfallende Früchte mit sich bringen, könnten an Landesstraßen grundsätzlich keine Obstbäume mehr gepflanzt werden. Ortsratsmitglied Gerlinde Göldner-Dorka (SPD) hatte die Überspülung des Radweges im Bereich des Knickkruges kritisiert - die Straßenmeisterei ist jetzt von der Verwaltung informiert worden und will sich dem Problem annehmen. Die Mitglieder des Ortsrates haben einstimmig dem Vorschlag der drei neuen Schiedspersonen für den Schiedsamtsbezirk 3 zugestimmt, der die Ortsteile Exten, Friedrichswald, Goldbeck, Uchtdorf, Wennenkamp, Krankenhagen, Volksen, Hohenrode, Strücken und Möllenbeck umfasst. Vorgeschlagen werden für diesen Bezirk Arnd Richarz sowie Christel Struckmann und Karl-Heinz Bode als seine Stellvertreter. Wie Helmut Dörjes mitteilte, hat Renate Prasuhn als ehemaliges Mitglied des Ortsrates angeregt, einige frei gewordene Räume des Dorfgemeinschaftshauses als Jugendtreff zu nutzen. Der Ortsrat will dazu jetzt das Gespräch mit Verwaltung, Stadtjugendpfleger, Verwaltungsstellenleiterin und den Jugendlichen suchen, um anschließend interfraktionell über diesen Vorschlag zu beraten.

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