weather-image
17°
Thimm: „Was sich einige Spieler erlauben, passt auf keine Kuhhaut mehr“ / Emmerthal respektiert Entscheidung der SG 74

Keine Freigabe für Mike König

Hameln/Emmerthal. Für Thomas Thimm ist das nervige Wechsel-Theater um Mike König beendet: „Wir haben uns nach langer Diskussion dazu entschieden, ihm keine Freigabe zu geben“, kündigte der Vereinschef der SG Hameln 74 an. Das heißt: Der geplante Wechsel von Mike König zum Fußball-Kreisligisten TSG Emmerthal liegt bis November auf Eis.

veröffentlicht am 15.07.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:14 Uhr

aro

Autor

Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Der Stürmer, der – wie berichtet – nach seinem Abschied aus Lachem gleich zwei Klubs (sowohl der SG 74 als auch der TSG Emmerthal) seine Zusage für die neue Saison gegeben hatte, muss nun eine halbjährige Sperre absitzen, die am 31. Oktober endet. „Unsere Entscheidung hat nichts damit zu tun, dass wir der TSG Emmerthal etwas Böses wollen“, betont Thimm. „Wir wollten ein Zeichen setzen, denn was sich einige Spieler gegenüber den Vereinen erlauben, passt auf keine Kuhhaut mehr.“ Mike König habe mit der SG 74 „ein falsches Spiel gespielt“. Jetzt müsse er die Konsequenzen dafür tragen: „Mike ist schließlich alt genug und muss wissen, was er tut. Wir lassen uns von ihm nicht auf der Nase herumtanzen“, so Thimm. Nach seiner Zusage habe die SG 74 fest mit Mike König geplant. Der Stürmer sollte für die SG 74 II in der 2. Kreisklasse spielen – mit Option im Laufe der Saison in den Bezirksliga-Kader aufzurücken. Umso überraschter war Thimm, als er davon erfuhr, dass König nur wenige Stunden, nachdem er bei der SG 74 eine Vollmacht unterschrieben hatte, sich offenbar noch am selben Tag, wie gemunkelt wird, für einen Wechsel nach Emmerthal entschied. Kein Verständnis hat Thimm dafür, dass es König nicht für nötig hielt, den Verein persönlich über seinen Sinneswandel zu informieren: „Wenn sich Mike bei uns gemeldet hätte, hätten wir vielleicht anders entschieden. Aber das hat er nicht.“ Für Hamelns Vereinschef steht fest: Beim Wechsel-Theater um Mike König gibt es mit der SG Hameln 74, der TSG Emmerthal und dem Spieler selbst „nur Verlierer“, so Thimm.

Emmerthals Kapitän Murat Bendes hat durchaus Verständnis für die Entscheidung des Hamelner Nordstadtklubs: „Es ist schade, denn Mike ist ein toller Spieler, der uns weitergeholfen hätte. Aber wir respektieren die Entscheidung der SG 74. Wir hätten möglicherweise auch so gehandelt.“

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare