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Straßenverkehrsordnung regelt Transportfrage / Held: "Es gibt keinen Grund mehr für diese Anschaffung"

Keine Feuerwehrautos für Kinder und Jugendliche

Auetal (rnk). Siegbert Held, Vorsitzender der Wählergemeinschaft und Ratsherr, spricht beim Thema "Feuerwehrautos für Kinder und Jugendliche" von einer Wende: Nach Aussage von Held wird es keine neuen Autos geben. Er beruft sich dabei auf eine Aussage des Landkreises, die er telefonisch gestellt habe.

veröffentlicht am 24.10.2007 um 00:00 Uhr

Dezernentin Ursula Müller-Krahtz habe dabei auf den Paragraphen 21 b der Straßenverkehrsordnung verwiesen. Aus diesem gehe für sie eindeutig hervor, dass Kinder und Jugendliche im Alter unter zwölf Jahren in Feuerwehrautos transportiert werden dürfen, so Held: "Es gibt also keinen Grund mehr für diese Anschaffung." Dezernentin Müller-Krahtz verwies gestern auf Anfrage unserer Zeitung auf den Paragraphen mit dem entsprechenden Absatz 1 b, der mit Wirkung zum 16. Mai letzten Jahres neu in die Straßenverkehrsordnung eingefügt wurde. Generell werde in diesem Absatz zunächst geregelt, wie viele Personen in einem Auto mitfahren dürfen: "In Kraftfahrzeugen dürfen nicht mehr Personen befördert werden, als mit Sicherheitsgurten ausgerüstete Sitzplätze vorhanden sind." Allerdings gibt es Ausnahmen: In Kraftfahrzeugen, für die Sicherheitsgurte nicht für alle Sitzplätze vorgeschrieben sind, dürfen so viele Personen befördert werden, wie Sitzplätze vorhanden sind. Absatz 1 b regelt danach die Mitnahme von Kindern: "In Fahrzeugen, die nicht mit Sicherheitsgurten ausgerüstet sind, dürfen Kinder unter drei Jahren nicht befördert werden." Aber: "Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr, die kleiner als 150 Zentimeter sind, müssen in solchen Fahrzeugen auf dem Rücksitz befördert werden." Soll heißen: Es geht auch ohne Gurt. Der Unterabschnitt, so Müller-Krahtz, sei entstanden, weil er als "Ausnahmeregelung" der Tatsache Rechnung tragen wollte, dass nicht alle Fahrzeuge Gurte auf dem Rücksitz haben. "Vor dem rein rechtlichen Hintergrund wäre dies das Ende der Debatte", wertet die Kreisdezernentin: "Aber natürlich kann in den Auetaler Gremien weiter diskutiert werden, was für die Kinder getan werden kann."



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