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Festliche Beleuchtung vorerst wieder gesichert / Stadt: Haben über Standvergabe rechtzeitig informiert

Keine dunklen Gassen in der Vorweihnachtszeit

Hameln (CK). Eine vorweihnachtliche „frohe Kunde“ hatte gestern Stefan Schlichte für die Hamelner parat. Der Hamelner Stadtmanager freut sich, dass es, anderslautenden Befürchtungen zum Trotz, auch in diesem Jahr wieder gelungen ist, eine Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt zu installieren. „Ich konnte sie heute in Auftrag geben, nachdem die Hamelner Stadtwerke, die IG Weihnachtsmarkt und der Stadtmarketingverein zugesagt haben, ein Drittel der Kosten in Höhe von insgesamt 15 000 Euro zu übernehmen“, so Schlichte sichtlich erleichtert.

veröffentlicht am 03.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2009 um 10:13 Uhr

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In der gesamten Fußgängerzone können sich die Besucher des Weihnachtsmarktes nach Schlichtes Worten also auch in diesem Jahr wieder an der Beleuchtung erfreuen und das strahlende Ambiente so genießen. „Ohne die finanzielle Unterstützung von Stadtwerken, Stadtmarketing und IG Weihnachtsmarkt wäre das nicht mehr möglich gewesen“, sagt er.

Den Rest der Kosten für die Beleuchtung teilen sich wiederum etliche Einzelhändler in der City, wobei die Filialisten sich an den Kosten für diese Dekoration auch in diesem Jahr nicht beteiligen – seit Jahren ein Ärgernis für diejenigen, die Geld in die Beleuchtung stecken. Schlichte dazu: „Wir werden Aufkleber verteilen an die Geschäfte, die mitgemacht haben. So kann der Kunde selbst entscheiden, wo er einkauft und wo nicht.“ In Kürze werden bereits die Vorbereitungen für die Installation der Weihnachtsbeleuchtung beginnen, bevor am 25. November der Weihnachtsmarkt seine Türen offiziell eröffnet wird. Die Jugendwerkstatt Hameln hat übrigens gestern den Auftrag erhalten, wieder die beliebte Pyramide aufzubauen, die aus dem Topf der IG Weihnachtsmarkt bezahlt wird.

Was die Standverteilung auf dem bunten Treiben angeht: Die Kritik von Peter Ehlerding, dem Vorsitzenden der IG Weihnachtsmarkt, am Vorgehen der Stadt und insbesondere an deren Informationspolitik in diesem Zusammenhang, kann Thomas Wahmes nicht nachvollziehen. Die Behauptung, erst im August sei die IG über die neuen Regelungen bei der Standvergabe informiert worden, weist der städtische Pressesprecher zurück. „Bereits Ende November letzten Jahres hat ein Mitarbeiter der Ordnungsabteilung während des Beschicker-Frühstücks über die rechtliche Situation informiert, die sich aufgrund einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hannover ergeben hat. Mit Schreiben vom 24. Februar 2009 hat die Stadt schließlich alle Beschicker über die neuen Vergabekriterien informiert.

Stefan Schlichte
  • Stefan Schlichte
Peter Ehlerding
  • Peter Ehlerding

Die von Ehlerding geäußerte „maßlose Enttäuschung über den Vertragsbruch und die fehlende Planungssicherheit“ kann Wahmes ebenfalls nicht verstehen. „Es gibt keinen Vertrag mit der IG, aus dem sich Ansprüche hinsichtlich der Standvergabe oder bestimmter Vergabekriterien ergeben könnten. Daher kann es auch nicht zu einem Vertragsbruch kommen“, sagt er. Und es könne auch künftig keine „Planungssicherheit“ geben, denn das Verwaltungsgericht Hannover habe in seinem Beschluss bestätigt, dass die Ausrichtung der Auswahlentscheidung allein an der Attraktivität der Stände sachgerecht sei. Daraus ergebe sich, dass jedes Jahr auf der Grundlage der eingereichten Bewerbungen eine Entscheidung neu getroffen werde. Wahmes abschließend: „Uns ist weiterhin an einem guten Draht zur IG Weihnachtsmarkt gelegen, und wir wissen deren Engagement zu schätzen. Im Interesse einer weiterhin guten Zusammenarbeit sollten die Fakten jedoch korrekt wiedergegeben werden.“

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