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Keine Befristung für Gutscheine

veröffentlicht am 25.07.2012 um 00:00 Uhr

Springe. Wer über das Internet Dienstleistungsgutscheine vertreibt, darf die Gültigkeit des Angebots nicht auf ein Jahr beschränken. Das hat das Amtsgericht Köln entschieden (Az. 118 C 48/12).

Im konkreten Fall wurde eine Reinigungsfirma verurteilt, nachträglich das Büro eines Düsseldorfer Klägers professionell zu säubern – vier Stunden lang die Böden zu säubern, Fenster, Bad, WC und Küche zu reinigen. Und zwar mit mitgebrachten Materialien. So nämlich hatte das Angebot des Unternehmen für einen über eine Internetplattform Ende 2011 verkauften Gutscheins gelautet.

Die darin festgelegte Befristung des Gutscheins auf ein Jahr verstößt laut Gericht gegen den Grundgedanken einer grundsätzlich dreijährigen Verjährungsfrist und sei deshalb als allgemeine Geschäftsbedingung unwirksam. Keinen Erfolg hatte die beklagte Firma auch mit ihrem Einwand, dass es sich bei dem Ersteigerer nicht um einen privaten Verbraucher, sondern um einen gewerblichen Bieter gehandelt habe.



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