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Rat Messenkamp lehnt Nabu-Antrag ab

Kein Zuschuss für Rebhuhn-Ökotop

Messenkamp (bab). Die Nabu-Gruppe der Samtgemeinde Rodenberg ist mit einem Antrag im Rat Messenkamp auf den Bauch gefallen. Die Naturschützer wollten einen Zuschuss für ein Stück Ackerland. Die Politiker lehnten ab. Für die Bepflanzung des Geländes soll aber Geld fließen.

veröffentlicht am 11.11.2008 um 00:00 Uhr

Der Naturschutzbund hat nach Angaben des Vorsitzenden Gerhard Hurek vor, die Ackerfläche "Im neuen Kampe" in Altenhagen II aus der agrarischen Nutzung herauszunehmen und dort "einen reich strukturierten Lebensraum" für Feldvögel wie Feldlerche, Wiesenpieper, Rebhuhn, Braunkehlchen und andere zu entwickeln. Ein Plan, wie die rund 4700 Quadratmeter große Fläche gestaltet werdensoll, hatte der Nabu vorgelegt. Streuobst- und Feuchtwiesen will er mit Bäumen, Teichen, Hecken und Totholz- sowie Grubenbereichen kombinieren. Den Acker hatte der Nabu für rund 6600 Euro von der Niedersächsischen Landgesellschaft gekauft. 1000 Euro wollte die Naturschutz-Gruppe von der Gemeinde Messenkamp als Zuschuss. CDU-Fraktionschef Udo Meyer interessierte, ob die Fläche als Ausgleichsfläche anzusehen wäre. Grundsätzlich könne sie dazu dienen, sagte derstellvertretende Gemeindedirektor Jörg Döpke, aber nicht, wenn sie im Eigentum des Nabu sei. "Dann tun wir uns schwer damit", meinte Meyer. Auch die SPD-Mehrheitsfraktion stand dem Ansinnen eher kritisch gegenüber. Karl Minne Braaksma meinte, 1000 Euro seien zu hoch gegriffen und wollte höchstens 500 Euro beisteuern. Gerd Lohmann hält die gesamte Aktion für überflüssig und einen "ökologischen Flop". Wenn das Land brach liege, würde es sich automatisch zu einem Biotop entwickeln, meinte er. Lohmann sah nicht ein, wieso so viel Geld für ein Stück Land ausgegeben werde, dass die Landgesellschaft ohnehin nicht mehr bewirtschaften wollte. Entsprechende Pflanzen würden sich dort automatisch ansiedeln. Das Geld will Lohmann lieber anders einsetzen wissen. Was den Kaufpreis betrifft,übte auch Gemeindedirektor Heilmann Kritik. "Der Kaufpreis ist zu hoch". Er halte die Maßnahme des Nabu zwar für empfehlenswert, aber aus dem Kauf solle sich die Gemeinde heraushalten.

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