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CDU sieht "Dunkelziffer" bei Interesse

Kein weiterer Bedarf an Krippen - meint die SPD

Samtgemeinde Rodenberg (bab). Die Umwandlung des Kindergartens "Rappelkiste" in Lauenau zur Kindertagesstätte hat nach Auskunft der Leiterin Andrea Tatje gut funktioniert. 15 Krippenkinder sind dort untergebracht. Der Fachausschuss des Rates sieht mehrheitlich den Bedarf an Krippenplätzen als erfüllt an und hat einen weitergehenden Antrag der CDU/WGA/WGR-Gruppe abgelehnt.

veröffentlicht am 14.11.2008 um 00:00 Uhr

Sieben Kinder im Alter unter zwei Jahren und acht Kinder unter drei Jahren werden seit August in der Lauenauer "Pusteblume" betreut. Bei dem dortigen Ortstermin sagte Tatje, es habe 30 Anmeldungen gegeben. Reinhard Peter, bei der Samtgemeinde zuständig für Kindergärten, teilte mit, die anderen Kinder seien auf Einrichtungen in altersgemischte Gruppen in der Samtgemeinde verteilt. Die Samtgemeinde hat Umbauten für 16 000 Euro an dem Kindergarten Im Hausweidenfeld für die Einrichtung der Krippengruppe vorgenommen. Im Werkraum der Einrichtung wurden Schlafmöglichkeiten für die kleinen Kinder geschaffen. "Wir haben Glück", beschrieb Tatje die Personalsituation. Durch eine einjährige Praktikumsstelle und eine zusätzliche Kraft aus dem aufgelösten Kinderspielkreis Hülsede könnte die Arbeit gut bewältigt werden. Die kleinen Kinder müssen gewickelt und auch sonst intensiv betreut werden. Wenn die Arbeit nur mit zwei vorgesehenen Kräften bewältigt werden müsse, sähe das anders aus. "Ich möchte nicht daran denken", so Tatje Volker Dahle (CDU) fragte nach den Zuschüssen vom Land Niedersachsen. Bis zu 95 Prozent des Umbaus würden finanziert. Peter teilte mit, dass bisher kein Geld geflossen sei. Der Landkreis bekomme aus diesem Topf ein Kontingent von 500 000 Euro. Es müsse abgewartet werden, wie viel Geld für Rodenberg fließe. Die CDU hatte beantragt, festzustellen, ob es eine "Angebotslücke" bei der Betreuung von Kindern ab zwölf Monaten gebe. Vorsitzende Marina Brand (SPD) meinte bei der anschließenden Sitzung des Ausschusses für Jugend, Kindergärten, Sport und Kultur, dass sich der CDU Antrag erledigt habe. "Das machen wir ja gerade", sagte sie zur Betreuung. Die Verwaltung teilte mit, dass ab 1. August 2010 eine weitere Krippengruppe im Kindergerten "Im großen Feld" in Rodenberg eingerichtet werde. Dahle glaubt aber, dass es noch eine "Dunkelziffer" an Interessenten gebe und dass die Betreuung der Kleinkinder ein wichtiger Standortfaktor sei. Die CDU hatte in ihrem entsprechenden Antrag außerdem darum gebeten, Antje Baumgarten von der Kinderbetreuungsagentur (Kiba) des Landkreises einzuladen. Diesem Teil des Antrags war nicht gefolgt worden. Dahle kritisierte das. Dem Antrag sei nicht nur nicht entsprochen worden, man habe es der CDU "noch nicht einmal mitgeteilt". Brand sieht weder den Bedarfüber die Betreuung zu diskutieren noch Baumgarten einzuladen, da es thematisch nicht passe. Die CDU könne sich jederzeit bei der Kiba erkundigen, wenn sie Beratungsbedarf habe. Beisitzerin Katharina Hohmeier-Rosteck war ebenso der Meinung, man solle eine Erhebung machen, bevor man Schritte einleitet, weitere Krippenplätze einzurichten. "Dann soll die CDU doch die Dunkelziffer aufdecken", fand SPD-Ratsherr Harald Schmidt. Auch WIR-Mitglied Sabine Tatge sah den Antrag als erledigt an, weil angeblich in den Kindergärten keine Plätze nachgefragt würden. Mit fünf Stimmen von SPD und WIR wurde festgestellt, dass es keinen weiteren Handlungsbedarf bei der Betreuung für Kinder ab zwölf Monate gebe. Die drei CDU-Ausschussmitglieder stimmten dagegen.



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