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Gemeinde Buchholz schließt Vertrag mit dem Nachwuchs

Kein Tabak, kein Alkohol: Rat gibt den Jugendraum frei

Buchholz (tw). Jetzt steht's fest: Die Gemeinde Buchholz wird den Aufenthaltsraum im Kellergeschoss des Gemeinschaftshauses an der Bückebergstraße "allen Jugendlichen aus Buchholz" im Alter zwischen 15 und 20 Jahren zur Verfügung stellen. Kostenlos. Und jeden Freitag von 18 bis 23 Uhr.

veröffentlicht am 28.04.2006 um 00:00 Uhr

Diese Entscheidung hat der Rat unter Vorsitz von Bürgermeister Hartmut Krause bei einer Enthaltung einstimmig getroffen. Wie berichtet, hatte es bei der Zusammenkunft der Bürgervertreter Ende März noch eine Kontroverse gegeben, die sich an der Frage entzündete: Müssen Buchholzer Jugendliche, die den Partyraum für Video-, Spiele- und Musikabende nutzen wollen, einem der örtlichen Vereine angehören - oder nicht? Die erste Ansicht hatte damals die SPD-Fraktion unter Vize-Bürgermeister Klaus Kappmeier vertreten, die zweite die CDU. Letztere hat sich mit ihrer Meinung jetzt offensichtlich durchgesetzt. Konkret: Krause hat mit den Jugendlichen - Kristof Milewczek, Dominik Schäfer und Marcel Dehnst - eine Vereinbarung geschlossen, die alle vier unterschrieben haben. Sie regelt, was in dem Raum erlaubt und was verboten ist. Das Trio ist dafür verantwortlich, dass die Hausordnung eingehalten wird. Im Einzelnen: Kristof Milewczek erhält von der Gemeinde die Schlüssel für die Haustür und den Aufenthaltsraum; sollte er bei einem Treffen verhindert sein, darf er die Schlüssel nur an die besagten zwei Freunde weitergeben; gehen die Schlüssel verloren, muss das der Gemeinde sofort gemeldet werden. Vielleicht der wichtigste Punkt: Das Rauchen, aber auch der Konsum von Alkohol und anderen Rauschmitteln ist den Jugendlichen im Gebäude, darüber hinaus aber auch auf dem gesamten Grundstück der Gemeinde verboten. Nach den Freitags-Treffen muss der Partyraum besenrein hinterlassen und gelüftet werden. Sämtliche Energiequellen sind abzuschalten, Fenster und Türen zu (ver-)schließen. Und: Weder im Partyraum noch auf dem Grundstück dürfen "gesetzwidrigen Handlungen" begangen werden - etwa das illegale Kopieren beziehungsweise Brennen von CDs oder DVDs. Sollten Jugendliche gegen diese Vereinbarung verstoßen, drohen Sanktionen: Im Rahmen der Ausübung des Hausrechts werden die Missetäter des Raumes und des Grundstücks verwiesen. Entsprechende Vorfälle müssen dem Bürgermeister zeitnah mitgeteilt werden. Der entscheidet dann nach Rücksprache mit Kristof Milewczek, Dominik Schäfer und Marcel Dehnst über das weitere Vorgehen. Vorab-Kompliment des Rates an das Trio: "Wir finden es toll, dass Ihr bereit seid, für Eure Ziele, aber auch für Eure Kameraden so viel Verantwortung zu übernehmen."

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