weather-image
Verein Evangelisches Altersheim saniert den Standort Hofwiesen / Drei Millionen werden investiert

Kein Seniorenwohnheim auf das StOV-Gelände

Bückeburg (rc). Die Entscheidung ist gefallen: Der Verein Evangelisches Altersheim verzichtet auf absehbare Zeit auf die Bebauung des Geländes der Standortverwaltung mit einem Wohnprojekt für Senioren "Nachbarschaftssystem in autonomen Haus-Wohngemeinschaften". Stattdessen wird das Altenheim an der Lulu-von-Strauß-Torney-Straße mit einem Investitionsaufwand von rund drei Millionen Euro umgebaut und renoviert und an moderne Erfordernisse angepasst. Gleichzeitig wird die Zahl der Pflegeplätze von 103 auf gut 70 reduziert.

veröffentlicht am 18.06.2007 um 00:00 Uhr

Für drei Millionen Euro wird das Evangelische Altenheim an den H

"Wir passen uns damit dem Markt an, die reduzierte Platzzahl reflektiert den festgestellten Bedarf", sagte der Vorsitzende des Vereins, Superintendent Joachim Liebig, auf einer Pressekonferenz, auf der er zusammen mit Heimleiter Dirk Tielmann und dem Architekten Volker Wehmeyer die Pläne vorstellte. Das Gelände an der Standortverwaltung will der Verein "in der Rückhand behalten, um künftigen Themenstellungen begegnen zu können". Die Pläne dort seien im Sozialministerium bei informellen Gesprächen "mit Besorgnis" gesehen worden, da es im Landkreis Schaumburg und speziell in Bückeburg ein Überangebot an Pflegeplätzen gibt. Das hatte der Verein in den vergangenen Monaten am Standort Lulu-Straße schon zu spüren bekommen. Nur noch rund zwei Drittel der Plätze war belegt. Dem passt sich der Verein durch den Umbau nun an. Die Ein- oder Zweibettzimmer mit Nasszelle auf dem Flur werden durchgängig zu Einbettzimmern mit 20 bis 24 Quadratmetern sowie eigener Nasszelle, die bei Bedarf zu Apartments für Ehepaare zusammen gelegt werden können. Das Haus erhält einen neuen Aufzug, der Eingangsbereich wird auf die Südseite verlegt, in den Bürobereich kommen Therapieräume, die Büros werden auf die Nordseite verlegt. Die Gebäudetechnik wird nach neuesten Energiesparkonzepten erneuert, Solaranlage für Warmwasserbereitung und ein Blockheizkraftwerk sind in Planung. Das bereits sanierte Nachbarhaus "Benita" bleibt unverändert. Baubeginn soll im Herbst dieses Jahres sein, die Bauzeit ist auf sieben Monate kalkuliert. Bewohnern und Personal steht ein größere Umzug bevor. Das komplette Heim samt aller Einrichtung wird während der Umbauphase in das leer stehende Badehotel in Bad Eilsen am Kurpark umgesiedelt, das der Verein von der Deutschen Rentenvesicherung angemietet hat. Mit der Reduzierung der Plätze wird auch eine Reduzierung des Personals erfolgen, wie Liebig sagte. Bereits in der Vergangenheit hätte durch die Unterbelegung des Hauses Personalabbau erfolgen müssen, der noch nicht abgeschlossen sei. Wieviel Stellen wegfallen, darauf wollte sich der Verein noch nicht festlegen. Derzeit gibt es noch 35 Vollzeitstellen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt