weather-image
Neu: "Initiative Tagesmütter Rinteln" bietet Betreuung, Vermittlung, Stammtisch und Vorträge

Kein schlechtes Gewissen bei Kinderbetreuung

Rinteln (cok). Fast 70 registrierte Tagesmütter gibt es weit verstreut im Landkreis Schaumburg. Wie aber findet man sie und wer hilft bei der Vermittlung? Damit das Zueinanderkommen von Familien und Betreuern besser gelingen kann, gründeten jetzt drei Frauen die "Initiative Tagesmütter Rinteln".

veröffentlicht am 14.09.2006 um 00:00 Uhr

Karola Reese, Angela Weeke und Susanne Neustädt (v.l.) mit einer

Wer ganz kleine Kinder hat, auch für nachmittags eine Kinderbetreuung sucht oder abends öfter mal unterwegs ist, kennt die Schwierigkeiten, gute Lösungen zu finden, bei denen man kein schlechtes Gewissen haben muss. Im Krankenhauskindergarten ist nur eine Teilzeitbetreuung möglich und der Kinderschutzbund erwartet, dass die Eltern regelmäßig mithelfen. "Wir wollen ein Netzwerk schaffen, das den Tagesmüttern nützt, aber auch allen, die eine gute Betreuung für ihre Kinder suchen" erklärt Angela Weeke, die sich mit Susanne Neustädt und Karola Reese zusammen getanhat. Alle drei sind als Tagesmütter tätig, haben selbst kleine Kinder und bieten einen Katalog von Leistungen an, der vom Babysitterdienst über Tagesmutterdienste und Notfallbetreuung reicht, bis hin zu Vorträgen und Seminaren rund um Familienthemen. In regelmäßigen Abständen laden sie zum Tagesmütter-Stammtisch in Rinteln ein, bei dem es um Erfahrungsaustausch geht und um die Erweiterung des Netzwerkes. "Es gibt Kinder, die in großen Gruppen unglücklich sind und sich besser in einer Minigruppe entfalten können", so Angela Weeke. "Deshalb wollen viele Eltern, dass ihre Kinder in einer Familie und nicht im Kindergarten betreut werden". Ihre Kollegin Susanne Neustädt betont, dass auch Kinder mit einem Entwicklungsrückstand oder solche mit einem Down-Syndrom betreut werden. "Ich habe selbst ein behindertes Kind. Ich weiß, dass man sich da besonders Gedanken macht", sagt sie. Wichtig ist ihnen dabei, eine rundherum zuverlässige Betreuung zu organisieren. Der Zusammenschluss zu einem Netzwerk hat den Vorteil, dass immer jemand einspringen kann, wenn mal was schief geht. Es gibt eine offene Betreuungszeit von 7 Uhr bis 17 Uhr und außerdem auch die Möglichkeit, in einem Notfall das Kind in diesem Zeitraum vorbeizubringen. Auch, wer einen Babysitter braucht, kann sich an die Initiative wenden. Weil so ein Netzwerk umso besser funktioniert, je mehr Teilnehmer es hat, dienen die Vorträge und Seminare nicht nur der Weiterbildung, sondern auch der Kontaktaufnahme. Sie sind übrigens auch allgemein interessant, so zum Beispiel der Erste-Hilfe-Kurs für Tagesmütter oder der Vortrag "Das 2. Lebensjahr", bei dem die kindliche Trotzphase im Mittelpunkt steht 27.9. beim Kinderschutzbund). Der nächste Stammtisch findet am 19. Oktober um 19 Uhr im "Stadtgarten" statt. Informationen unter 05751/ 959463 und demnächst im Internet unter www.initiative.schaumburg.de

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare