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Stattdessen an Extertalstraße geplant

Kein Radweg durch das Industriegebiet

Rinteln (wm). Die Verwaltung hat in acht Jahren immer wieder einen Anlauf für den Bau eines neuen Radweges entlang der Extertalstraße genommen - als sicheren Schulweg vor allem für Gymnasiasten aus Exten wie Krankenhagen, die zur Burgfeldsweide wollen. Bauausschuss wie Verwaltungsausschuß haben jetzt der Aufstellung eines Bebauungsplanes für dieses Projekt zugestimmt.

veröffentlicht am 23.05.2007 um 00:00 Uhr

Erstmals ist die Trasse 1999 von der Verwaltung vorgeschlagen worden. 340 000 Euro sollte damals der Lückenschluss zwischen der Einmündung der Alten Kasseler Landstraße und dem Seetor kosten, die Hälfte der Kosten hätte das Land im Rahmen eines Förderungsprogramms für Radwege übernommen. In ihren jüngsten Sitzungen haben jetzt die Mehrheit der Bauauschussmitglieder wie danach der Verwaltungsausschuss auf Drängen der Verwaltung zugestimmt, dass für dieses Projekt ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll - wenn auch erst nach kontroverser Diskussion. Barbara Leibelt-Menzel (CDU) wie andere Bauausschussmitglieder bezweifeln, ob die Schüler den neuen Weg annehmen werden. Denn die radeln bisher lieber von Krankenhagen aus durch das Industriegebiet Süd. Dieser Weg ist kürzer, allerdings auch die gefährlichere Strecke, vor allem in den frühen Morgenstunden, wenn im Industriegebiet der Anlieferungsverkehr rollt. Deshalb hatte Bauamtschef Reinhold Kochüber die Verkehrskommission, in der unter anderem auch Ordnungsamt und Polizei vertreten sind, bereits im Vorfeld prüfen lassen, ob es nicht möglich ist, eine sichere Radwegeverbindung durch das Industriegebiet auszubauen - beispielsweise nach Absenkung der Bordsteinkanten auf den vorhandenen Gehwegen. Ergebnis: Leider nicht machbar. Die Fußwege seien zu schmal, um hier zusätzlich einen Radweg einzurichten, so Koch, der Gefahrenpunkt am Stumpfen Turm kaum zu entschärfen. Ein Problem, das mit seine Ursache in der mehr oder weniger planlosen Erschließung des Industriegebietes Süd hat. Weil niemand ahnen konnte, welche Dimensionen die Industrieansiedlung nehmen würde, ist das Industriegebiet nicht aus einem Guss geplant, sondern die Infrastruktur immer dann erweitert worden, wenn geeignete Grundstücke zur Verfügung standen. Weil sich eine vernünftige Radwegeverbindung also hier nicht verwirklichen lässt, verfolgt die Verwaltung weiter den Bau eines Radweges entlang der Extertalstraße. Einen Radweg an der vorhandenen Alten Kasseler Landstraße, am Sassenberg Ruinengelände vorbei, hält nicht nur die Verwaltung sondern auch der Ortsrat Krankenhagen nicht für die Lösung. Im Herbst und Winter zu unsicher, wenn es früh dunkel wird. Ein neuer Radweg, postulierte der Ortsrat Krankenhagen, sollte in Sichtweite der Extertalstraße verlaufen. Dass die Schüler einen neuen Radweg an der Extertalstraße, sollte denn tatsächlich eines Tages kommen, nicht annehmen könnten, diese Befürchtung teilt Gymnasial-Schulleiter Reinhold Lüthen nicht: Selbstverständlich würde dann auch die Schule auf diese neue, sichere Radwegeverbindung hinweisen.



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