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Bäckerei Schäfer baut an und investiert am Standort in Kleinenbremen 5,3 Millionen Euro

Kein Platz mehr für 15 000 Backwarenkörbe

Kleinenbremen (ly). Mit einem rund 5,3 Millionen Euro teuren Anbau erweitert die Bäckerei Schäfer ihren Kleinenbremer Betrieb und legt gleichzeitig ein Bekenntnis zum Stammsitz ab. "Von einer Bestandsgarantie kann man ausgehen", sagt Geschäftsführer Uwe Marburger. "Wir sind allerdings an der Kapazitätsgrenze." Soll heißen: Kleinenbremen gilt als sicher, doch in Zukunft muss man womöglich über einen siebten Standort nachdenken.

veröffentlicht am 14.09.2006 um 00:00 Uhr

Der Schäfer-Stammsitz in Kleinenbremen: Auf der planierten Fläch

Zur Schäfer's Brot- und Kuchen-Spezialitäten GmbH, einer 100-prozentigen Edeka-Tochter, gehören sechs Produktionsbetriebe und 910 Filialen, von denen etwa zwei Drittel als Shops in Supermärkten integriert sind. Umsatz: 245 Millionen Euro. Der Kleinenbremer Betrieb, Urzelle des 1898 noch unter dem Namen Rennekamp gegründeten Unternehmens, beliefert im Radius von 80 Kilometern 124 Filialen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Rund ein Viertel der knapp 240 Menschen, die in Produktion, Logistik und Verwaltung beschäftigt sind, kommen nach Firmenangaben aus dem Dorf. Das Fass war bereits voll, ein neues Geschäft brachte es zum Überlaufen: So lassen sich die Platzprobleme beschreiben, die zu der Entscheidung geführt haben, an der Alten Straße zu erweitern. Hauptgeschäft bleibt mit einem Anteil von 96 Prozent die Versorgung der Filialen mit tagesfrischer Ware. Seit drei Jahren liefert das Unternehmen aber auch so genannte halbgebackene Waren an Supermärkte, wo diese zu Ende gebacken werden. "Ein Anteil, der immer mehr zunimmt", wie Uwe Marburger erklärt. Das Gute an der Sache: Die Produktion ist auch tagsüber ausgelastet. Der Haken: "Es hat zu riesigen Platzproblemen geführt", so der Geschäftsführer. "Wir haben wesentlich mehr Leergut." Im Anbau können nun bis zu 15 000 Körbe vollautomatisch gestapelt werden. Durch die Betriebserweiterung entstehen nicht automatisch neue Arbeitsplätze. Nach Darstellung der Geschäftsführung ist damit aber in Verkauf und Produktion zu rechnen, wenn der Absatz sich vergrößert. "Wir wollen weiter automatisieren, Betriebsabläufe effizienter und effektiver machen", erklärt Marburger. Investiert werde in Gebäude, Technik und den Parkplatz. Die Einweihung des Anbaus erwartet Friedrich Meier, regionaler Geschäftsleiter in Kleinenbremen, für Ende Juli kommenden Jahres. Mitte März sollen die Bauarbeiten beginnen. Auf einer Gesamtfläche von 3000 Quadratmetern, verteilt über drei Ebenen, werden Produktion, Lager und Logistik untergebracht. Für einen neuen Großofen ist ebenfalls noch Platz. Bereits im Dezember soll der Parkplatz fertig sein. Vorgesehen sind 40 zusätzliche Stellflächen.

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