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Lauenauer Jugendforum hofft auf neus Quartier im Gewerbepark

Kein Platz für mehr Jugendarbeit

Lauenau (nah). Das Jugend- und Kulturforum kommt auf Touren. 20 junge Leute spielen in drei Bands, ein Rock-Chor wird vorbereitet. Geplant sind Workshops für Clownerie und Rock'n'Roll. Doch der Vorstand hat ein Platzproblem: Im ehemaligen Rathaus gibt es nur einen Übungsraum mit rund 20 Quadratmetern, der bereits vollgestellt ist mit Instrumenten, Boxen und Verstärkern. Ein zweites Zimmer wurde zugesagt. Doch darin stehen noch Möbel der früherenNutzer.

veröffentlicht am 23.05.2008 um 00:00 Uhr

Nur ein Provisorium: Der kleine Raum im ehemaligen Rathaus biete

"Es wird wirklich eng", klagt Vorsitzender Norbert Bruhne und meint damit nicht nur einen zeitlichen Korridor. Denn die Vorbereitungen für eine Revue haben begonnen, die das Jugendforum zum Lauenauer Jubiläum 2009 beisteuern will. Und es gibt auch Pläne auch für die nächste Fleckenfete. "Ideen haben wir genug", sagt Bruhne. Der Vorstand hat in den vergangenen Monatenüberhaupt erst die Voraussetzungen für alle Aktivitäten schaffen müssen. Voller Euphorie hatten sie vor eineinhalb Jahren damit begonnen, den Verein "Jugendforum" neu zu beleben. Eine große Fläche im Dachgeschoss eines ehemaligen Casala-Gebäudes wurde in Aussicht gestellt. Die Jugendlichen halfen beim Um- und Ausräumen mit an - und waren enttäuscht, als anschließend unter anderem aus Brandschutzgründen dies Versprechen nicht erfüllt wurde. Nun ging das Vagabundieren los: Mal trafen sie sich im evangelischen Gemeindehaus, mal in der im Winter verwaisten Sportpark-Gaststätte, zuletzt in den Räumen des Apelerner Musikvereins. Und nun das frühere Rathaus. "Mehr schlecht als recht" sieht Bruhne diese Lösung, die auch Bürgermeister Heinz Laufmöller auf Anfrage nur "als ein Provisorium" erklärt. Zugleich bestätigt er Überlegungen, das Jugend- und Kulturforum auf Dauer im Gewerbepark unterbringen zu wollen. Bruhne möchte damit nicht länger warten. "Wir können doch nur etwas anbieten, wenn wir auch den notwendigen Platz haben", schildert er sein Dilemma und macht dies am neuen Jugenchor deutlich. Mit Britta Süreth stehe eine fachkundige Leiterin zur Verfügung. Es habe sich - auch ohne große Werbung - eine Handvoll junger Leute zum sofortigen Mitmachen gefunden. Welche Voraussetzungen es für andere Gruppen in anderen Kommunen gibt, will das Jugendforum in Dänemark erfragen. Ein Bus mit 15 jungen Musikern, fünf Betreuern und etlichen mitreisenden Fans reiste in den Nachbarstaat. Die drei Bands traten dort zunächst getrennt und dann noch gemeinsam unter der Bezeichnung "L.A. project" auf. Besonders stolz ist Bruhneübrigens darauf, dass bei den abendlichen Treffen die ersten "ZOB-Jugendlichen" teilnehmen. So bezeichnet er die Heranwachsenden, die bislang regelmäßig nahe der Bushaltestelle und auf dem Marktplatz zum Ärger vieler Anwohnern lärmen oder Müll hinterlassen. Drei von ihnen haben das "Herumhängen" offenbar satt, sie lernen ein Instrument oder üben sich im Gesang. Vier weitere treibt regelmäßig die Neugier: Sie kommen zum Zuhören.



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