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DRK-Ortsverein plant Wechsel in einen anderen Kreisverband / Besondere Ehrung für Adelheit Borchers

Kein Interesse an Rühler Blut

Rühle. Seit 1943 und damit 70 Jahren ist Adelheit Borchers aus Rühle im Deutschen Roten Kreuz tätig. Dies kann sie auch mittels einer alten Erkennungsmarke beweisen. „Freiwillige Krankenpflege – Wehrkreis III – N°15892“ ist darauf zu lesen. Nach zwei Lehrgängen in Krankenpflege kam Adelheit Borchers, die damals noch ihren Mädchennamen Dittrich führte, in ein Berliner Lazarett. Anfang 1945 wurde sie in ein südöstlich von Berlin gelegenes Feldlazarett nach Bad Saarow verlegt. Wenige Wochen später ging es wieder nach Berlin und gleich danach weiter nach Plau am See. Mit einem Lazarettzug fuhr Borchers nach Lübeck. Von dort wurde die damals 21-Jährige im Auftrag des britischen Militärs nach Bergen-Belsen geschickt, wo sie bis zu ihrer Entlassung Ende August 1945 ehemalige KZ-Häftlinge pflegte.

veröffentlicht am 13.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 19:41 Uhr

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Autor:

Reinhard Borchers
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Nach einem halben Jahr im Rheinland verschlug es die gebürtige Oberschlesierin nach Rühle. Sie arbeitete bis zur Geburt ihrer Tochter jeweils drei Jahre im Stadtoldendorfer DRK-Altenheim und dem Albert-Jeep-Heim in Holzminden. Im damals eigentlich noch nicht existierenden Ortsverein Rühle organisierte sie die erste Blutspendeaktion mit. Nun, nach 70 Jahren Mitgliedschaft im DRK, bekam sie die Ehrennadel in Gold mit Brillanten und einen Präsentkorb von der Vorsitzenden des Ortsvereins, Monika Eikhoff, überreicht. Für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Willi Waike und Andreas Düe Nadel und Urkunde.

Zuvor hatte im Gasthaus „Zum Weißen Ross“ die Vorsitzende in ihrem Geschäftsbericht auf die Aktivitäten des 83 Mitglieder starken Ortsvereins hingewiesen. Der Vortrag einer Buchautorin, die Wege aus dem Stress aufzeigen wollte, fand ein schnelles Ende. Einigen Mitgliedern war allein das Zuhören anscheinend schon so viel Stress, dass der Vortrag von der Autorin abgebrochen wurde. Neben Teilnahme an der „Aktion Schuhkarton“, dem Kirschblütenfest, dem Fahnenhissen und dem Vergleichsschießen der Rühler Vereine fand auch der jährliche Blutspendetermin statt. Leider war nicht mehr eine so große Teilnehmerzahl wie vor Jahren zu verzeichnen. Immerhin 30 Blutspender waren dem Blutspendedienst offenbar zu wenig. Böse Worte über die engen Räumlichkeiten im Pfarrhaus sind da gefallen, und man stieß sich an einem zu großen Geräuschpegel. „Ich musste mir von der Leiterin des Blutspendeteams ganz schön was anhören“, sagte die Vorsitzende Monika Eikhoff enttäuscht. „Wir haben nun einmal nicht mehr die Räumlichkeiten der alten Schule für eine Blutspende zur Verfügung und auch rückläufige Spenderzahlen“, bedauert Eikhoff. Ihrem Vorschlag, einen der Blutspendebusse einzusetzen, wurde nicht gefolgt. „Da ich bis heute vom Blutspendedienst auch nicht auf einen neuen Termin in diesem Jahr angesprochen wurde, gehe ich davon aus, dass der Blutspendedienst in Rühle nicht mehr tätig werden will“, vermutet die Vorsitzende. Sie bittet die Interessenten, die Spendetermine in den umliegenden Ortschaften wahrzunehmen.

Sabine Henze kann einen soliden Kassenbestand vorstellen, dessen Ausgaben und Einnahmen in etwa ausgeglichen sind. Größter Ausgabeposten war die Zahlung in Höhe von 79 585 Euro an den insolventen Kreisverband Holzminden, die dieses Mal mit Nachdruck sehr früh eingefordert wurde, erklärt die Schatzmeisterin. Dem Vorstand wird auf Vorschlag der Revisorin, Sabine Borchers, einstimmig Entlastung erteilt. Für den Wechsel zu einem anderen Kreisverband waren allerdings nicht genügend Mitglieder anwesend. „Dazu hätten 12 Mitglieder mehr anwesend sein müssen“, sagte Monika Eikhoff. Damit der Wechsel in einen anderen Kreisverband vollzogen werden kann, hat der Vorstand des Ortsvereins zwischenzeitlich zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 15. März um 17.30 Uhr ins Gasthaus Brader eingeladen.



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