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Bückeburg schon heute um 19.30 Uhr gegen den alten Rivalen

Kein Hurra-Fußball, sondern mit Kontern zum Erfolg gegen Rehden

Niedersachsenliga (ku). Heute um 19.30 Uhr gilt es, im Bückeburger Jahnstadion gegen den BSV Rehden die kleine Schramme des letzten Spieltages auszubügeln. Der VfL spielte beim Schlusslicht in Bockenem "nur" 1:1, blieb damit nach den vorausgegangenen Siegen sicher etwas hinter den Erwartungen seines Anhangs zurück.

veröffentlicht am 10.11.2006 um 00:00 Uhr

Goalgetter Soner Aslan (r.) laboriert an einer Bänderverletzung

Trotzdem zeigte sich Trainer Timo Nottebrock nicht gänzlich unzufrieden: "Sicher hatten wir uns etwas mehr ausgerechnet, aber wir sind nun einmal keine Übermannschaft, die wie selbstverständlich an jedem Spieltag jeden Gegner schlagen kann. Trotzdem haben wir mit dem Punktgewinn unser Nahziel erreicht, sind seit vier Spieltagen ungeschlagen, haben davon drei Spiele in Serie gewonnen. Den daraus resultierenden, sechsten Tabellenplatz haben uns bestimmt nicht allzu viele Insider zugetraut. Dabei ziehe sich den Hut vor meiner Mannschaft, die sich in Bockenem trotz andauernder verbaler Attacken und streckenweise überharter Gangart selbst von Anspuckern unserer Gastgeber nicht aus der Ruhe bringen ließ." Rehden konnte derzeit noch nicht seine wahren Möglichkeiten abrufen. Die Elf von Trainer Paul Timp-haus dümpelt auf dem viertletzten Platz in der Abstiegszone, kassierte am letzten Wochenende eine 0:2-Heimniederlage gegen den SC Langenhagen. Nach der letzten Serie gab es in Rehden einen Neuaufbau. Vereinsboss Friedrich Schilling verpflichtete gleich zwölf Neuzugänge, unter anderem Kicker vom Absteiger BW Lohne, aus Emden und vom Oberligisten BW Cloppenburg. Logischerweise hat sich nach diesem Aufrüsten auch die Zielsetzung der Rehdener geändert, Trainer Timphaus wollte zum Saisonstart "oben mitspielen", hinkt dabei derzeit den eigenen Ansprüchen aber meilenweit hinterher. Die Vereinsführung blieb bislang gelassen, Präsident Friedrich Schilling wollte die Zielsetzung noch nicht neu formulieren: "Ich habe immer gesagt, dass wir Geduld haben müssen. Das Team muss sich noch finden, dann werden wir es auch schaffen, unter die ersten Fünf zu kommen!" Beim VfL blickt man trotz des spielerisch nicht unbedingt berauschenden Auftritts in Bockenem optimistisch auf die anstehende Partie. Drei Spiele bis zur Winterpause, zwei davon sind Heimspiele. Das Nahziel ist es, aus diesen drei Begegnungen sechs Punkte einzufahren. Trainer Nottebrock ist sich dabei sicher, dass sich seine Jungs gegen den alten Rivalen aus dem Landkreis Diepholz einen richtigen "Kampf" liefern werden und alles daransetzen werden, den kleinen Hänger von Bockenem vergessen zu lassen. Dabei wird der Bückeburger Coach die taktische Marschrichtung der letzten Spiele beibehalten. Also keinen unbedingten Hurra-Fußball, sondern hinten sicher stehen und mit schnellen Kontern den Erfolg suchen. Personell ist noch nicht alles im Lot: Soner Aslan musste in Bockenem mit Verdacht auf einen Bänderriss ausgewechselt werden, Cord-Hendrik Möller und Chalil Chalil sind ebenfalls noch nicht einsatzfähig. Ferit Tarak dagegen hat seine Rot-Sperre abgesessen und ist wieder dabei.

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