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In Vorbereitung: Uferbereich der Exter soll Hochwasserschutzgebiet werden

Kein Geld für Rückhaltebecken - Anrainer müssen sich selbst schützen

Exten (wm). Der Bereich links und rechts der Exter soll einen Status erhalten, den die Uferbereiche der Weser längst haben: Die Exter wird Hochwasserschutzgebiet und das mit allen Konsequenzen, also auch baulichen Einschränkungen, wie man sie in Rinteln für den Hochwasserschutzbereich der Weser bereits kennt.

veröffentlicht am 11.11.2008 um 00:00 Uhr

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Das bestätigte gestern auf Anfrage Bernd Hugo von der unteren Wasserschutzbehörde des Landkreises. Als Grundlage diene das vom Ingenieurbüro "Stadt, Land, Fluss" aus Hannover in einem Gutachten ermittelte sogenannte HK 100, das schlimmste in hundert Jahren anzunehmende Hochwasser. Die rechnerisch rund 1,8 Millionen Kubikmeter nach einem Gewitterguss mit nachfolgendem Dauerregen würden 250 Fußballfelder einen Meter hoch unter Wasser setzen. Weil Exterhochwasser länderübergreifend auftreten, nämlich im NRW wie in Niedersachsen, ist der bisher nur auf Ebene der Gemeinde Rinteln wie Extertal diskutierte Hochwasserschutz Landessache geworden. Verbunden mit der Option wie Chance für Exteranrainer, unter Umständen im nächsten Jahr Zuschüsse für den Schutz ihres Hauses zu erhalten. Sicher sei das allerdings noch nicht, schränkte Hugo ein: Für dieses Jahr habe man bereits einen Antrag gestellt, sei aber leer ausgegangen. Rintelns Tiefbauamtsleiter Helmut Leppin wie Bernd Hugo ließen allerdings keinen Zweifel daran, dass die Extener Bürger nicht darauf hoffen dürfen, dass im Extertal großräumig Regenrückhaltebecken gebaut werden, um die Fluten nach extremen Regen aufzufangen. Erstens, so Hugo wie Leppin, sei kein Platz dafür da, zweitens kein Geld für Millionen Euroteure Baumaßnahmen. Das Gutachten des Ingenieurbüros "Stadt, Land, Fluss" habe eindeutig gezeigt, dass der Aufwand für den Bau von Regenrückhaltebecken unverhältnismäßig groß wäre. Einfacher zu realisieren sei da der Schutz der betroffenen Häuser und Grundstücke. Leppin kündigte an, in einem ersten Schritt würden betroffene Anlieger zunächst technisch beraten und über die Möglichkeiten zum Objektschutz aufgeklärt. Entsprechende Techniken wie Materialien gibt es und sind bereits bei Extremhochwasser wie an Rhein und Donau hinlänglich erprobt. Die Familie Ladage hat ihr Haus direkt an der Holzbrücke im Gallenort bereits sichern lassen. Im August ließ sie eine Betonmauer bauen. Durchlässe können mit Planken geschlossen werden. Das letzte große Exterhochwasser hat es am 21. August 2007 gegeben. Diplomingenieur Carsten Schwittalla vom Ingenieurbüro "Stadt-Land-Fluss" prognostizierte in seinem Gutachten, so ein Hochwasser werde vermutlich alle zehn Jahre eintreten.



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